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Woher zu Ostern die Bio-Eier kommen

Aerzen (roh). Zweimal in der Woche rollt ein Lastwagen vor Reinhard Bades Hühnerfarm in Schwöbber. Rund 30 000 Bio-Eier machen sich dann auf den Weg in die Vermarktungskette. Einige landen als Fünf-Minuten-Ei auf dem österlich dekorierten Frühstückstisch, und andere sind – selbstverständlich ausgeblasen – Bestandteil dieser Dekoration. Seit neun Jahren ist Sylvia Herling Farmleiterin – und ihren Job hat sie sich ganz bewusst ausgesucht.

veröffentlicht am 02.04.2010 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:41 Uhr

AE Bioeier
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Aerzen (roh). Wenn an einem dieser vorösterlichen Vormittage in der Nähe des Schlosshotels Münchhausen die ersten Golfbälle durch den wolkenverhangenen Himmel über Schwöbber fliegen, dann steigt Sylvia Herling aus ihrem vor dem großen Hühnerstall parkenden Auto und tritt ihren Dienst an. „Guten Morgen, habt ihr gut geschlafen?“, sagt sie leise zu den neugierigen Hennen und weiß doch, dass sie keine Antwort bekommen wird, aber: „Die Tiere reagieren auf meine Stimme“, sagt sie und erklärt, dass sie das von Anfang an so gemacht habe. Hühner seien schließlich hochsensible Tiere, fügt sie an.
 Zweimal in der Woche rollt ein Lastwagen vor Reinhard Bades Hühnerfarm in Schwöbber. Rund 30 000 Bio-Eier machen sich dann auf den Weg in die Vermarktungskette. Einige landen als Fünf-Minuten-Ei auf dem österlich dekorierten Frühstückstisch, und andere sind – selbstverständlich ausgeblasen – Bestandteil dieser Dekoration. Seit neun Jahren ist Sylvia Herling Farmleiterin – und ihren Job hat sie sich ganz bewusst ausgesucht.
 Für Herling, die auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Eltern Buchhändlerin gelernt hat und ihre Liebe zur Natur lange Jahre zurückstellen musste, war 1992 das wohl glücklichste Jahr in ihrem Leben. „Ich habe geheiratet“, sagt sie lächelnd und macht eine Pause. „Einen tollen Mann – und er ist Landwirt“, klärt sie auf. Endlich nach vielen Jahren war Herling da angekommen, wo sie schon immer sein wollte: auf dem Bauernhof. „Wir haben dann einige Jahre gemeinsam Rinder gezüchtet“, erzählt sie und kommt ins Schwelgen. Sie liebe diese großen gemütlichen Tiere einfach. Als sie aus wirtschaftlichen Gründen die Rinderzucht aufgeben musste, kam das Angebot aus Schwöbber gerade recht. „Hühner sind zwar nicht so kuschelig wie die Rinder, aber sie haben auch ihren Charme“, sagt die Farmleiterin und setzt ihren Kontrollgang durch den Stall fort.
 Das Licht im Stall ist im Bereich der Nester gedämpft. Mit Absicht, wie Landwirt Reinhard Bade erklärt: „Die Hühner sollen die Eier in die Nester legen und nicht auf den Boden oder gar draußen. Deswegen sorgen wir mit den speziell beleuchteten Nestern für eine kuschelige Atomsphäre.“ Ansonsten ist der gesamte Stall von Tageslicht durchflutet und dunkle Ecken sind gezielt ausgeleuchtet. Sogar ein Wintergarten steht den 9300 Hühnern zur Verfügung.



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