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Kulturköche mit kulinarischen und literarischen Köstlichkeiten

Wo die Nacht den Tag umarmt

Emmerthal (ag). Erotische Fantasien unter dem Motto „Wo die Nacht den Tag umarmt“ präsentierten die Emmerthaler Kulturköche bei ihrer diesjährigen Premiere im Rahmen von „Zeit für Kultur in Emmerthal“ im Haus Elise. Bei der kulinarischen Lesung der 7. Emmerthaler Buchwoche ging es um alte Liebe, neue Liebe, moderne Liebe und reife Liebe. Erkenntnis von Gastleser Stefan Bohrer: „Am allerschönsten ist es im Kopf!“

veröffentlicht am 07.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

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Für Marita Kalmbach-Ließ war klar – ohne den richtigen Partner geht Erotik gar nicht, und daher machte sie sich mit Donna Leons Geschichte „Geeignete Männer“ auf die Suche nach einer neuen Liebe. Die sollte mindestens so groß und unsterblich sein wie die von Romeo und Julia, Cesar und Kleopatra oder zumindest aber von Biene Maja und Willi. Eine „Alte Liebe“ von Autor Jürgen von der Lippe zwischen gleich drei Männern und einer Frau hatte sich Angelika Wüstenfeld-Schulz zum Vorlesen ausgesucht.

Andreas Grossmann setzte dagegen literarisch ganz auf die „Moderne Liebe“ von T.C. Boyle, bei der es zur asketischen Belastungsprobe kommt, bevor der Akt an sich, im Ganzkörperkondom, jede Erotik tötet. Aber, wo die Liebe hinfällt. Dass Liebe durch den Magen geht weiß jeder. Welche Nahrungsmittel dafür aber förderlich sind und welche eher nicht, da kann man schon mal Nachhilfe gebrauchen. Dafür haben die Kulturköche Frank Woltemate. Sein Erzählthema waren deshalb die Gerichte der Liebe und erotisierenden Lebensmittel. Sein Fazit nach der Studie von Kräutern und Gemüse: „Ambiente ist alles!“ Darüber hatte sich auch der Upmeier-Küchenchef Thomas Feldmann seine Gedanken gemacht. Feurigrot kam die Tischdeko daher und ebenso rot war auch der Sekt, den es zur Begrüßung gab, bevor sich die Gäste über die Fingerfood-Leckereien hermachten.

Für den zweiten Teil des Abends hatte Andreas Grossmann aus dem Buch „Nadel, Faden, Hackebeil“ von Tatjana Kruse eine alte Bekannte mitgebracht. Kommissar Sigi Seifferhelds Schwester Irmi, ihre Onlineaktivitäten und die „Chippendales“ ließen die Gäste bei seinem gekonnten Vortrag schmunzeln, bevor sie von Stefan Bohrers Anleihen bei Max Goldts „Die wahren Feuchtgebiete“ wieder in die Realität zurückgeholt wurden.



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