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In der Aerzener St.-Bonifatius-Kirche predigt zum Jubiläum Pastor Thomas Mayer

Wo Ökumene gelebt wird – seit mehr als 50 Jahren

Aerzen. Im Vergleich zu den „großen“ katholischen Gotteshäusern ist die St.-Bonifatius-Kirche in Aerzen gerade erst aus der Taufe gehoben worden. Zum Glück aber sind es nicht das Alter oder die Patina auf dem Altar, die einer Kirche Leben einhauchen, sondern es sind die Besucher, Freunde, Helfer und Pastoren, die sie zu einer Stätte der Begegnung, der Besinnung, des Glaubens machen. Wie viel Leben in St. Bonifatius steckt, bewiesen die 117 Gläubigen, die anlässlich des Doppeljubiläums zu einem festlich-fröhlichen Gottesdienst in der katholischen Kirche zusammenkamen, der von der Musikgruppe Heart Beat musikalisch umrahmt wurde. Nicht nur feierte die St.-Bonifatius-Kirche nämlich ihren 50. Geburtstag, zudem erinnerte Pfarrer Winfried Moecke zu Beginn der Jubiläums-Feierlichkeiten daran, dass der heilige Tag des Namenspatrons, Erzbischof Winfried Sankt Bonifatius, der 5. Juni ist.

veröffentlicht am 12.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 13:21 Uhr

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Der von Moecke formulierte Leitspruch „Die Kirche soll bei den Menschen sein“ zog sich dann wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. Moecke räumte ein, dass die katholische Kirchengemeinde ohne die evangelische nicht existieren würde. Vieles verbindet die beiden Kirchen in Aerzen – und so war es auch nicht Moecke, der die Predigt im Festgottesdienst hielt, sondern Pastor Thomas Mayer. Dieser griff die Ökumene auf, die schon früh, vor dem Zweiten Weltkrieg, praktiziert wurde. Bürgermeister Bernhard Wagner erinnerte an die Zeit nach dem Krieg, als es zu „großen Verschiebungen“ in der Bevölkerung kam und sich viele katholische Gläubige nach Flucht und Vertreibung auch dort katholische Gotteshäuser wünschten, wo zuvor nur evangelische Kirchen existiert hatten.

„Gerade heute brauchen wir aktive und lebendige Kirchengemeinden“, sagte Wagner. „Ihre vielfältigen, vom Glauben getragenen Aktivitäten bilden ein unverzichtbares Gegengewicht zu einer gesellschaftlichen Entwicklung, die das menschliche Füreinander allzu gern dem Diktat der bloßen Wirtschaftlichkeit unterwirft.“ Wagner wünsche sich Menschen, die sich für andere einsetzten, Ansprechpartner vor Ort.

Nach dem Gottesdienst nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum Gespräch. Kirchenvorstandsmitglied Wolfgang Sauer räumte ein, dass die St.-Elisabeth- Kirchengemeinde, zu der neben Aerzen auch Hameln und die St.-Vizelin-Kirche in Klein Berkel gehören, derzeit weniger als 5000 Mitglieder zählt. Über die Zukunft mache er sich dennoch keine Sorgen: „Wir machen hier in Aerzen viel Jugendarbeit. Die Ökumene ist manchmal mühsam. Doch dieser Gottesdienst hat bewiesen, dass es geht.“ubo



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