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SPD-Parteivorstand spricht sich für Vize-Verwaltungschef als Kandidaten aus / CDU unter Zugzwang

Wittrock strebt in Aerzen nach Bürgermeisteramt

AERZEN. Nun ist es offiziell: Der Erste Gemeinderat Andreas Wittrock will nächstes Jahr für die Aerzener Sozialdemokraten bei der Bürgermeister-Wahl antreten. „Er erscheint uns als richtig gute Lösung“, sagte am Donnerstag SPD-Vorsitzender Heinz-Helmuth Puls zum einstimmigen Vorstandsbeschluss.

veröffentlicht am 30.08.2018 um 19:11 Uhr
aktualisiert am 30.08.2018 um 21:00 Uhr

Reichlich Verwaltungserfahrung bringt Andreas Witt- rock mit, der seit 1974 im Aerzener Rathaus tätig ist, zuletzt als Erster Gemeinderat. Nun will er Bürgermeister werden. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die offizielle Entscheidung trifft die Nominierungskonferenz der Aerzener SPD voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober.

Nachdem Amtsinhaber Bernhard Wagner (SPD) im Mai bekanntgegeben hatte, früher als erwartet seinen Schreibtisch im Rathaus zu räumen, will sich der bisherige stellvertretende Verwaltungschef dem Votum der Aerzener stellen. „Ohne Luftschlösser zu versprechen“, sagte Witt-rock, eher mit der Perspektive, die Vielzahl der begonnenen Aufgaben voranzubringen. Der 63-Jährige, der bei seiner Wahl die volle Amtszeit erfüllen will, bringt reichlich Verwaltungserfahrung vor Ort mit. 1974 trat der Aerzener seinen Dienst im Rathaus an. „Von der Pike auf“ gelernt, wie er sagt – „alle Abteilungen durchlaufen“, bis er schließlich vom Rat zum Ersten Gemeinderat gewählt und später in diesem Amt noch einmal bestätigt worden ist. In beiden Fällen einstimmig, hebt Wittrock, verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern, hervor. „Ich habe den Eindruck, dass meine Arbeit über die Parteigrenzen hinweg geschätzt wird.“

Der SPD gehöre er seit 20 Jahren an. Aber „weder als Parteigänger noch mit Parteifunktion“ – das sei ihm immer wichtig gewesen. „Obwohl ich programmatisch der SPD sehr nahestehe“, fügt er hinzu. In seiner Funktion als stellvertretender Verwaltungschef sei ihm aber immer die überparteiliche Arbeit für alle Einwohner wichtig – das gelte für ihn nach einer möglichen Wahl zum Bürgermeister weiter als Richtschnur.

Wittrock, nebenbei ehrenamtlich im Sport engagiert, hatte seinen Anspruch auf die Kandidatur bei der SPD frühzeitig indirekt angemeldet. Er habe der Partei zu verstehen gegeben, dass er neben seiner zeitintensiven Aufgabe als Erster Gemeinderat einen anderen neuen Bürgermeister nicht mehr werde einarbeiten können. Daraufhin sei er selbst auf die Kandidatur angesprochen worden. Puls sagte, dass er weitere Gespräche mit fünf heimischen Parteimitgliedern geführt habe. Letztlich könne aber nur Wittrock für Kontinuität sorgen, der schon mit Wagner gut zusammenarbeite. „Wir wissen, was wir noch vor der Brust haben“, nannte er beispielsweise die Neubauten von zwei Kindergärten oder die Baugebiete, die ausgewiesen müssten. Puls: „Wir wollen, dass hier kein Stau entsteht.“

Die Christdemokraten geraten nun unter Zugzwang. Ihr Fraktionsvorsitzender Friedel-Curt Redeker hatte zunächst eigentlich auf Gespräche mit der SPD gehofft. „Diese Zusage hat sie nicht eingehalten“, kritisierte Redeker gestern. Bei der Bürgermeister-Wahl im Jahr 2014 war die CDU ohne eigenen Kandidaten angetreten, überließ das Feld allein der SPD. Redeker kündigte baldige Beratungen seiner Partei an: „Ich gehe davon aus, dass wir einen eigenen Kandidaten aufstellen.“



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