weather-image
Gemeinde plant Potenzialanalyse für Gewerbeflächen / Lohmann und Schriegel begrüßen die Pläne

Wirtschaft setzt hohe Erwartungen in die Studie

EMMERTHAL. Die Planungen für eine Studie, mit der die Gemeinde auf den wirtschaftlichen Strukturwandel nach dem Aus für das AKW Grohnde Ende 2021 reagieren will, nehmen an Fahrt auf. Wie Bürgermeister Andreas Grossmann auf Nachfrage sagte, sollen am 23. Januar mit den Experten des beauftragten Hamburger Unternehmens Georg Consulting die letzten Details für die Befragung der heimischen Gewerbebetriebe abgestimmt werden.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 15:55 Uhr

Weichen stellen für den Strukturwandel: Die Gemeinde lässt ein Gutachten erstellen, mit dem sie die wirtschaftliche Entwicklung steuern will. Foto: dpa
Christian Branahl

Autor

Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Dann geht es wohl relativ schnell“, meint Grossmann über die nächsten Schritte für die sogenannte „Gewerbeflächenpotenzialanalyse“. Zwar habe es bislang kaum Rückmeldungen im Rathaus zu dem im Vormonat vorgestellten Projekt gegeben, wie er sagt. Dennoch: Die heimische Wirtschaft begrüßt die Pläne der Gemeinde, wie auf Nachfrage Jürgen Lohmann für die größeren Unternehmen und Timo Schriegel als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gewerbe Emmerthal (IGE) mit ihren knapp 90 Mitgliedern erklären.

Die Studie sei „eine gute Gelegenheit, mit den Unternehmen, die bereits vor Ort wirtschaften, Erweiterungsmöglichkeiten zu ermitteln und zu entwickeln“, meint Lohmann. Für seine Unternehmensgruppe erklärt der Geschäftsführer, dass sich Dr. Paul Lohmann und Neudorff „in naher Zukunft erweitern“ wollten und dafür Flächen suchten beziehungsweise diese bereits in Aussicht hätten. „Nun gilt es, in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand diese Fläche zu erschließen, nutzbar zu machen und für unsere Belange zu entwickeln“, heißt es in der Stellungnahme von Lohmann, gleichzeitig Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland (AdU). „Darüber hinaus sehen wir weitere Potenzialflächen, die für das eine oder andere Unternehmen hier vor Ort nutzbar wären. Die Gemeinde ist da auf einem guten Weg.“

Dass die Verantwortlichen im Rathaus die kleineren Betriebe mit in den Blick nehmen würden, begrüßt IGE-Vorsitzender Schriegel. Kleinbetriebe mit einem bis zehn Beschäftigten vom Handwerk über Dienstleister bis zu Geschäften würden schließlich in ihrer Gesamtheit ein wichtiger Arbeitgeber sein. Die Studie der Gemeinde komme zwar „spät, aber nicht zu spät“, sagt er. „Sie ist extremst wichtig und sinnvoll.“ Eine gute und transparente Kommunikation zwischen Betrieben und Rathaus-Verwaltung sei von großer Bedeutung, weiß Schriegel aus eigener Erfahrung, als er selbst neue Geschäftsräume gesucht und bezogen habe. Er wünsche sich, dass Betriebe von der Gemeinde mehr kompetente Unterstützung bekommen würden. Insofern sei es zu begrüßen, dass die IGE mit ihren knapp 90 Mitgliedern einbezogen werde, sagt ihr Vorsitzender.

Wie Grossmann berichtet, hat er bereits auf der jüngsten Versammlung der Interessengemeinschaft kräftig die Werbetrommel für das Projekt gerührt und Hintergründe vorgestellt. Es gehe nicht nur um die Hoffnung, ob sich in Zukunft größere Unternehmen in Emmerthal ansiedeln könnten, nachdem es immer wieder mal Anfragen geben würde. „Ganz wichtig ist auch, welche Bedürfnisse und Bedarfe es bei den vorhandenen Firmen vor Ort gibt“, sagt er. Von daher sei es notwendig, dass sie sich in großer Zahl an einer geplanten Befragung beteiligen würden, um zu aussagekräftigen und repräsentativen Ergebnissen zu kommen. Dabei gehe es um längerfristige Planungen für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren, sagt Grossmann.

Das Büro Georg Consulting erstellt nach eigenen Angaben bundesweit Immobiliengutachten und regionalökonomische Studien. Zur Untersuchung von Gewerbeflächen spricht es von einer strategischen Planung auf Grundlage einer fundierten Nachfrageprognose. Die Studie soll auch die Verkehrsanbindung in Emmerthal, den möglichen Finanzaufwand für Gewerbeflächen und die derzeit nicht genutzten Flächen im Innenbereich untersuchen. Die heimischen Gewerbetreibenden werden in die Studie mit einbezogen. Dafür will Georg Consulting sich mit über 100 ausgewählten Betrieben im Gemeindegebiet direkt für eine Online-Befragung in Verbindung setzen. Erste Ergebnisse sollen anlässlich der Emmerthaler Wirtschaftsmesse im März vorgestellt werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt