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Besitzer von Hake hat Fortschreibung beantragt / Überregionale Bedeutung als Kulturdenkmal

Wird Pflegevertrag für Ohrbergpark fortgesetzt?

OHR. Es war nicht das Orkantief Friederike, das im Frühjahr das Weserbergland heimsuchte; eine Böe vor einer Regenfront Ende August reichte aus, um im Ohrbergpark von einer mächtigen, Jahrhunderte alten Rotbuche einen der Schächte der Krone auf den Rundwanderweg krachen zu lassen. Ein Argument mehr, um auf eine Fortsetzung des 2018 auslaufenden Pflegevertrages zur dauerhaften Erhaltung und öffentlichen Nutzung des Ohrbergparks zu drängen. In seiner kommenden Sitzung wird sich der Kreis-Ausschuss für erneuerbare Energien und Umwelt damit beschäftigen.

veröffentlicht am 04.09.2018 um 12:36 Uhr

Sturm und Windböen haben im Ohrbergpark Schäden angerichtet. Doch wer beseitigt sie? Foto: Dana
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Autor

Marina Fuchs Reporter
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Frage ist, ob der zum 31. Dezember 2018 auslaufende Vertrag über den Ohrbergpark mit dem Grundstückseigentümer, der ohrschen Familie von Hake, der Stadt Hameln und der Gemeinde Emmerthal bis zum 31. Dezember 2023 fortgesetzt werden soll. Der jährliche Landkreisanteil wäre von bisher 7200 Euro auf künftig 7800 Euro anzuheben. Der Ohrbergpark weist als Kulturdenkmal, historische Gartenanlage und Naherholungsgebiet für die Bevölkerung sowie als touristischer Anziehungspunkt im Weserbergland eine regionale und überregionale Bedeutung auf. Die Parkanlage ist wegen ihrer farbenprächtig blühenden Azaleen- und Rhododendrensträucher sowie ihrer exotischen Gehölze ein beliebtes Ausflugsziel. Der Ohrbergpark ist auf 45 Hektar um 1818 in Sichtweite seines Rittergutes Ohr als große Parkanlage im Stile eines englischen Landschaftsgartens von den von Hakes angelegt worden. Der südliche Teil besteht aus Freiflächen und wertvollen Gehölzpflanzungen, im nördlichen Teil geht der Park in einen lichten Wald über.

Bereits seit den 1970er Jahren gab es wegen der kulturhistorischen Bedeutung des Parks Vereinbarungen zwischen dem Parkeigentümer Freiherr von Hake, der Stadt Hameln, der Gemeinde Emmerthal und dem Landkreis, um die Finanzierung und eine dauerhafte Erhaltungspflege des Parks sicherzustellen.

Der letzte in der Fassung vom Januar 2013 gültige „Vertrag zur dauerhaften Erhaltung und öffentlichen Nutzung des Ohrbergparks“ sieht jährlich eine mehrfache Mahd der Wiesenflächen, die Säuberung der Platz- und Wegeflächen von Krautbewuchs in mehreren Pflegedurchgängen, die Pflege der Azaleen- und Rhododendrenbestände sowie den Rückschnitt und die Auslichtung von Gehölzaufwuchs vor. Die dabei anfallenden Kosten durch ein externes Pflegeunternehmen wurden bislang aufgeteilt: Grundeigentümer und Landkreis übernahmen 30 Prozent, die Stadt Hameln und die Gemeinde Emmerthal 20 Prozent der Pflegekosten.

Foto: Dana
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