weather-image
26°
Verfahren zur Auflösung der Grundschule hat begonnen / Elterninformation zum Auftakt

Wird es bald leer auf Grohndes Schulhof?

Emmerthal/Grohnde (cb). Die Zukunft der Grundschule Grohnde steht erneut auf dem Prüfstand: Nachdem in der vergangenen Woche ein Informationsabend für die Eltern in dem Weserdorf stattgefunden hat, befasst sich am heutigen Mittwoch der Gemeindeelternrat mit dem Thema, wie Bürgermeister Andreas Grossmann zum Fahrplan des laufenden Verfahrens berichtet. Dann hat die Politik das Wort: Im Ortsrat am 17. November sowie im Schul- und Kulturausschuss am 23. November. Nach offizieller Lesart geht es darum, dass die Gemeinde als Schulträger ein „Bedürfnis“ feststellt, ob die Einrichtung weiter bestehen soll oder nicht. Die Entscheidung darüber liegt dann am 17. Dezember beim Gemeinderat. Sollte er sich für die Auflösung der Grundschule aussprechen, übernimmt das weitere Verfahren zunächst die Landesschulbehörde.

veröffentlicht am 27.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

Der Grundschule droht das Aus zum nächsten Schuljahr. Elternvert
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Auf eine mögliche Kehrtwende in den nächsten Wochen hofft Maren Stelzer-Metje als Schulelternvertreterin in Grohnde. Sie spekuliert nach wie vor darauf, dass die Schuleinzugsgebiete geändert und die Kinder aus Lüntorf künftig in Grohnde unterrichtet werden könnten. Das Argument brachte sie auch in der vergangenen Woche vor, als bei der Elternversammlung Vera Kirchhoff-Bödecker von der Landesschulbehörde im Weserdorf mit dabei war. Die Regierungsschuldirektorin habe darauf verwiesen, dass die Entscheidung bei der Gemeinde als Träger liege, zitiert Maren Stelzer-Metje sie. Vorstellbar sei dann auch, dass es mit den Grundschulen Grohnde und Amelgatzen zu zwei Außenstellen in beiden Dörfern kommen könnte. „Dies ist für mich die ganz entscheidende Aussage“, so die Elternvertreterin. Wenn die Gemeinde zu einer Schule im Dorf stehe, werde die Behörde dazu nicht nein sagen, schließt Maren Stelzer-Metje daraus.

Wie Bürgermeister Grossmann berichtete, werden die Anregungen aus der Versammlung mit in die weiteren Beratungen aufgenommen. „Sie werden natürlich ergebnisoffen geprüft“, meinte er, fügte aber hinzu, dass die Ratsentscheidung zu Monatsbeginn, die erforderlichen Verfahrensschritte zur Auflösung der Grundschule einzuleiten, bereits „eine Stoßrichtung“ vorgebe.

Wie er über die nicht öffentliche Sitzung aus der Vorwoche berichtete, nahm daran außerdem Hans-Heinrich Kardinal, Rektor der Albert-Schweitzer-Schule in Hameln, die als Förderzentrum für Grohnde zuständig ist, teil. Zu dem Abend hatte die Gemeinde alle Eltern von Grundschülern, aber auch die von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren eingeladen, wie er berichtet. Rund zwei Dutzend Interessierte seien der Einladung gefolgt, wie der Bürgermeister weiter berichtete, ohne die geringe Beteiligung an der Versammlung kommentieren zu wollen. Dem Gemeindeelternrat, der heute tagen wird, gehören Vertreter aller Grundschulen sowie der Johann-Comenius-Schule an.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare