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Grohnder Weserbühne feiert mit „Hannes ist der Beste“ zwei gelungene Vorstellungen

„Wir haben richtig schön gelacht“

Emmerthal. Das Urteil fiel eindeutig aus. „Eine gelungene Vorstellung“, so lauteten die Eintragungen ins Buch der Grohnder Weserbühne. „Wir haben nur strahlende Gesichter nach der Vorstellung gesehen“, stellten Christine und Arnold Naase aus Groß Berkel fest.

veröffentlicht am 02.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

Uwe Bosselmann
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Zuvor feierte das Stück „Hannes ist der Beste“ von Lothar Neumann in der Kultur(n)halle in Kirchohsen Premiere. An zwei Abenden führte die Weserbühne das Stück auf, wobei der zweite Abend nach Worten von Jana Riedel noch besser lief und die Zuschauer noch mehr mitriss. Jeweils vor ausverkauftem Haus spielte die Weserbühne das Stück um den Hausdiener Hannes (Peter Kipp), der mit viel Geschick, Einfühlungsvermögen, List und Schlitzohrigkeit den Gästen im Hotel Fitness zu Diensten steht. Seine Cheffin Christine Klapp (Karina Reese) hatte zuvor aus dem Landhotel ein Sporthotel gemacht. Dabei sind die Gäste, die ihm sein Freund Henner vom Nachbarhotel schickt, keinesfalls einfach. So umgarnen die beiden älteren Damen Berta Niedlich (Angela Riedel) und Frieda Drollig (Andrea Knauer) Hannes sofort. Der großspurige Schrotthändler Max Holle (Klaus Näke) bringt währenddessen nicht nur seine Frau Charlotte (Kerstin Näke), sondern auch seine Geliebte Eva Patzke (Jana Riedel) mit in das Sporthotel. Dass der engagierte Sportlehrer Frank Schneider (Malte Schiller) nicht nur den Annäherungsversuchen von Eva widerstehen muss, sondern sich in die Wirtin verliebt, macht die Sache für Hannes nicht einfacher. Zudem bedrücken finanzielle Sorgen die Wirtin Christine. So wird es für Hannes nicht langweilig, damit alle Gäste und seine Chefin zufrieden sind. Unter der Regie von Lutz Engel inszenierte die Weserbühne einen Schwank, der den Schauspielern viel Freiraum ließ. So beispielsweise als Berta und Frieda in das Hotel ziehen und sich angesichts der ländlichen Umgebung pikiert geben. Andererseits ziehen sie bei der Umgarnung von Hannes mimisch alle Register. Die Rolle des großspurigen Schrotthändlers Holle schien Klaus Näke auf den Leib geschrieben zu sein. Lautstark, besserwisserisch und anspruchsvoll, aber total unsportlich, verkörperte Näke die Rolle nahezu perfekt. Dass Holle zum Schluss seine Großspurigkeit ablegen muss, macht Platz für Klaus Näkes talentiertes Spiel. Holles Frau Charlotte wandelte sich im gleichen Maß von der unterdrückten Ehefrau, die die schweren Koffer tragen muss und auch mal sehr rabiat von ihrem Platz am Frühstückstisch für die Geliebte geräumt wird, zur selbstbewussten Frau. Die Rolle der verliebten und zickigen Eva, deren seelische Kränkung Jana Riedel eindrucksvoll spielt, kommt ebenfalls sehr selbstbewusst daher. Sehr glaubwürdig in den Rollen der Wirtin und fes Sportlehrers Frank agierten Karina Reese und Malte Schiller. Doch die herausragende Rolle war die des Hannes. Die Mimik und Gestik von Peter Kipp war eine Freude für die Zuschauer. Grimmig, wenn er sich mit einer Massage für die Beleidigungen von Eva rächen kann, überrascht, stolz, verzückt, erwartungsvoll, listig, selbstbewusst, zufrieden, nachdenklich, verbissen, ablehnend, gab Peter Kipp der rolle die für das Stück notwendige Tiefe. Auch das idyllische Bühnenbild mit Baum, einer Bank, Tischen und Blumenschalen trug zum gelungenen Stück bei. Den Zuschauern gefiel es sehr gut. „Es war perfekt besetzt. Besser konnte das Stück von Laienschauspielern nicht gespielt werden“, freuten sich Christine und Arnold Naase. „Mir gefällt Andrea Knauer sehr gut. In den letzten Stücken spielte sie eher ulkige Rollen. Nun wollte ich sehen, wie sie die Rolle der „normalen“ Frieda ausfüllt und rüberbringt. Und sie hat es toll gemacht“, befand Birgit Hagemann. „Wir haben richtig schön gelacht“, bilanzierte Sigrid Suckut. „Es war ein richtig schöner Abend“, fasste Kathrin Thiele zusammen.

Nur schwer kann sich Hausdiener Hannes (Peter Kipp, Mitte) den Annäherungen von Frieda (Andrea Knauer, li.) und Berta (Angela Riedel) entziehen.

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