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Nabu informiert über Vogel des Jahres 2012

Wie steht es um den Schutz der Dohlen in Aerzen?

Aerzen (red). „Eine der intelligentesten heimischen Vogelarten, die trotz ihrer Anpassungsfähigkeit immer weniger Nistmöglichkeiten findet, ist die Dohle, Vogel des Jahres 2012“, erklärt Christian Weidner vom Naturschutzbund Nabu Hessisch Oldendorf/Hameln. Als Kulturfolger hatten sich die ursprünglichen Steppenbewohner in der menschlichen Nachbarschaft gut eingerichtet: Hohe Gebäude boten ihnen vorzüglichen Unterschlupf und Weiden, Felder und Wiesen mit Käfern, Heuschrecken, Würmern und Schnecken. Für die Landwirtschaft waren sie nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung.

veröffentlicht am 27.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Doch nun versiegeln wir immer mehr Grünflächen rund um unsere Ortschaften für den großflächigen Anbau von Energiepflanzen – vor allem Mais und Raps – und setzen großflächig Pestizide ein. Damit verschwinden auch viele Insekten als Nahrungsgrundlage“, erklärt Weidner. „Deshalb sinkt die Zahl der Dohlen in vielen Regionen.“ Der Dohlenbestand in Deutschland wird auf rund 100 000 Brutpaare geschätzt. Größere Dichten erreicht die Art nur noch regional, etwa am Niederrhein. Dohlen stehen bereits in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten oder auf der Vorwarnliste.

Zu dem Artenschwund tragen aktuell auch viele Gebäudesanierungen bei, die zwar wichtigen Energiesparzielen dienen, aber den Dohlen Brutplätze in Nischen, Mauerlöchern und Dachstühlen versperren. Wegen ihrer Vorliebe für Kirchtürme nannte man sie früher „des Pastors schwarze Taube“, doch die Türme vieler Gotteshäuser wurden inzwischen zur Taubenabwehr vergittert.

Der Nabu möchte zeigen, was getan werden kann, um den Lebensraum der Dohle zu schützen. Dazu bietet die Nabu-Gruppe einen Powerpoint-Vortrag über die Dohle in Aerzen an. Der Vortrag findet am Mittwoch, 28. November, ab 19 Uhr in der Gaststätte „Zum alten Forsthaus“, Tannenweg 8, statt.



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