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Heimat- und Verschönerungsverein eröffnet Dauerausstellung in der Domänenburg

Wer kennt die Aerzener Mondscheinmühle?

Aerzen (sbr). Mit welchen Hilfsmitteln haben sich unsere Vorfahren ihre schwere und oft mühevolle Arbeit erleichtert? Und wie wurden diese Gegenstände im Alltag praktisch eingesetzt? Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus der Vergangenheit des Fleckens Aerzen stehen im Mittelpunkt einer neuen Dauerausstellung im Gewölbekeller der Aerzener Domänenburg. Diese wurde vom Heimat- und Verschönerungsverein initiiert und soll zukünftig regelmäßig mit wechselnden Ausstellungsstücken aus dem umfangreichen Vereinsarchiv ausgestattet werden.

veröffentlicht am 06.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

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Da der Gewölbekeller auf Wunsch der Gemeinde vermehrt für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden soll, bietet sich dort, wo ehemals die Kartoffeln der Domäne eingelagert wurden, ein idealer Raum, um die umfangreiche Sammlung von Alltagsgegenständen aus dem vergangenen Jahrhundert und aus noch früheren Zeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der größte Teil der Ausstellungsstücke stammt aus der Sammlung von Heinz Pritzkow. Seine Frau Wilma hatte den Erhalt der zahlreichen Relikte der Vergangenheit im Sinne ihres verstorbenen Mannes dem Heimat- und Verschönerungsverein übertragen. Nun haben die Vorstandsmitglieder einen kleinen Teil der umfangreichen Sammlung restauriert und für eine erste öffentliche Ausstellung vorbereitet.

„Es war auch für uns spannend zu erfahren, mit welchem Werkzeug unsere Vorfahren gearbeitet haben“, erzählt der Vorsitzende Frank Schiffling. Während der Restaurierung hatte sich das Vorstandsteam zu den einzelnen Gegenständen von Fachleuten Informationen eingeholt. Bei einem Werkzeug allerdings blieb auf beiden Seiten Ratlosigkeit. „Vielleicht weiß einer der Ausstellungsbesucher, zu welchen Arbeiten das Werkzeug eingesetzt wurde“, sagt Frank Schiffling. Seine Vermutung ist, dass es in einer Böttcher- oder Sattlerwerkstatt zum Einsatz kam.

Keinen Zweifel über die Verwendung gab es beim Pflug, den Zimmermannsbohrern, dem Sattlertisch oder der original Miele-Mangel. Auch das Butterfass und das Spinnrad ließen sich ohne Probleme zuordnen.

Aber was ist ein Hechel oder eine Aerzener Mondscheinmühle? Über die Antworten können die Besucher der Ausstellung nachdenken, während sie die historische Schulbank drücken. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 9. März, um 18.30 Uhr im Gewölbekeller der Aerzener Domänenburg. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung zeigt der Verein auch einen Film über das Leben in Aerzen im Jahr 1970, der von dem ebenfalls bereits verstorbenen Helmut Schelp aufgezeichnet wurde. Dieses Filmdokument wurde bisher erst zweimal, kurz nach der Fertigstellung und letztmalig in den 1980er-Jahren öffentlich gezeigt und ist für viele Aerzener mit einer interessanten Reise in die eigene Vergangenheit verbunden.

Auch der Heimatraum in der Domänenburg wird an diesem Abend für Besucher offenstehen. Der Eintritt ist frei. Für die Bewirtung am Eröffnungsabend sorgen die Mitglieder des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins.

Ronald Ostermeier und Bruno Schiffling auf der Jagd nach dem Holzwurm. Alle gezeigten Exponate wurden vom Vorstand restauriert und für die Ausstellung vorbereitet.

Foto: sbr

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