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SPD-Vorsitzende Barbara Fahncke berichtet in Aerzen von der Arbeit der Findungskommission

Wer ist der ideale Bundestagskandidat?

Aerzen. Ihre Haarfarbe passt zum Parteibuch: Als die SPD-Unterbezirksvorsitzende Barbara Fahncke auf ihrer Grünkohlreise durch die Ortsvereine über die Arbeit der Findungskommission „Bundestagskandidat/in“ berichtet, sticht ihre rote Lockenmähne hervor. Bei ihrem Zwischenstopp in Aerzen schüttelt sie ihre farbenfrohe Lockenpracht und wirkt dabei geradezu gelöst. Ganz offensichtlich hat die Kommission mittlerweile gute Arbeit geleistet und sich intern auf einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Gabriele Lösekrug-Möller als SPD-Kandidat für die kommende Bundestagswahl geeinigt. Die Findungskommission, der auch der heimische Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann angehört, habe sich hohe Ziele gesteckt, um den Wahlkreis 46, der die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie die Gemeinden Bodenfelde und Uslar umfasst, nicht nur irgendwie, sondern bestmöglich abzudecken: Der Kandidat oder die Kandidatin sollte „übermorgen noch nicht 70 Jahre alt sein“, schließlich tue Kontinuität dem Wahlkreis gut. Das hätten die Beispiele von Brigitte Schulte und Gabriele Lösekrug-Möller gezeigt, betont Fahncke. Darüber hinaus sollten sich die Kandidaten in der Politik bestmöglich auskennen. „Optimal wäre ein politisches Studium“, meint die Vorsitzende. So sei ein Profil erarbeitet worden. Sieben Kandidaten seien in die engere Wahl gekommen. Offiziell will die Unterbezirksvorsitzende noch keinen Namen nennen. Allerdings: Wer vermutet hatte, dass die Coppenbrüggerin „Lömö“ nicht nur als Unterbezirksvorsitzende, sondern auch als potenzielle Nachfolgerin im Amt der Bundestagskandidatin beerben möchten, dem erteilt die 57-Jährige eine klare Absage.

veröffentlicht am 03.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Allerdings lässt der Veranstaltungsort des bevorstehenden SPD-Frühlingsempfangs am 1. April in der Aerzener Domänenburg Raum für Spekulationen. Fahncke spricht in Zusammenhang mit ihrer Arbeit für die Findungskommission von „unserem Herzenskandidaten“. „Im Ortsverein Aerzen haben wir sogar zwei mögliche Aspiranten. Es ist durchaus richtig, dass wir uns Hoffnung machen, dass es jemand aus unserem Beritt ist“, sagt Heinz-Helmuth Puls, Vorsitzender des Ortsvereins Aerzen. Allerdings lässt auch er sich keine konkreten Namen entlocken. Seine Begründung für die selbst auferlegte Diskretion: „Es sind ja noch drei andere Kandidaten im Topf. Und die sieben Vorstellungsrunden können ein Ergebnis bringen, an das noch niemand denkt. Im Anschluss wird eine Delegiertenwahl stattfinden, die dann den Kandidaten beziehungsweise die Kandidatin küren wird.“

Während sich die Kandidatensuche scheinbar auf der Zielgeraden befindet, lässt die Listenaufstellung die Nerven blank liegen, wie die Unterbezirksvorsitzende weiter berichtet. „Was hilft dem Einzelnen und was der Gemeinschaft?“ – so laute die entscheidende Frage. Die Beschlussumsetzung, junge Menschen auf einen vorderen Listenplatz zu bringen, lasse sich nicht immer einfach umsetzen. Und auch die Geschlechterquote, die im Reißverschlusssystem greifen soll, hake mancherorts.

Für den 16. April ist die Wahlkreiskonferenz der Sozialdemokraten terminiert. „Dann beginnt der Wahlkampf und dann werden wir gemeinsam in eine Richtung gucken“, sagt Fahncke.



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