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Warum das Mitsorg-Theater seit 50 Jahren eine feste Größe bildet / Erinnerungen und Sketche

Wer einmal mitgemacht hat, bleibt dabei

OHR. Ein freies Plätzchen ist im Dorfgemeinschaftshaus Ohr nicht mehr zu ergattern, kein Wunder: Das Mitsorg-Theater Ohr hat eingeladen. Diesmal nicht, um das neueste Stück vorzuführen, sondern um mit Ehemaligen, Einwohnern und Gästen zu feiern. 50 Jahre alt wird das Amateurtheater.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 05.11.2017 um 18:10 Uhr

Theater aus Leidenschaft: Andreas Behr, Heidrun Rekate und Bernhard Jung präsentieren einen der Sketche zum Jubiläum. Foto: CS

Autor:

Carmen Schnell
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Natürlich gibt es nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern es wird auch Theater gespielt. Sketche wie „Der Arztbesuch“, „Das Frühstück“ oder eine Bergwanderung mit einer Nonne und einem Priester werden zum Besten gegeben. Die Darsteller haben den Lacherfolg schnell auf ihrer Seite.

Dann liest Wilfried Voß, besser bekannt unter „Fiffi Voß“, seinen selbst verfassten Text über das Theaterleben in Ohr vor, in dem auch die Titel früherer Stücke humorvoll eingebaut sind. „Mitsorg-Theater, mach weiter so“, lautet sein Schlusssatz – das Publikum ist nicht mehr zu halten. Besonders geehrt wird Heidrun Rekate, die der Spielschar schon stolze 50 Jahre die Treue hält, Regina Lorenz gehört dem Ensemble seit 25 Jahren an.

Das Mitsorg-Theater Ohr wurde 1967 von den „Ohrschen Jungs“ Fiffi Voß, Willi Gens und Gustav Klemme gegründet. „Aus dem Wunsch heraus, dass ständig Theater gespielt werden sollte. Als Vorbild diente das Ohnsorgtheater in Hamburg“, erzählt der 88-jährige Voß. 2002 übernahm dann Ralf-Ulrich Böhm das Amt ersten Vorsitzenden und führte Regie. Alle zwei Jahre steht ein neues Stück auf dem Programm, ausgewählt aus Autorentexten, die von Theaterverlagen angeboten werden. Nach einer Vorauswahl durch eine Auswahlgruppe und dem Regisseur wird dann ein passendes Stück der ganzen Truppe vorgestellt. Vier Monate vor Premierenbeginn beginnen die Proben. „Wer einmal mitgemacht hat, bleibt dabei. Wir haben zwar das Ziel, dem Publikum Vergnügen zu bereiten, aber wir selbst wollen auch Spaß haben. Und den großen Spaß gibt es während der Proben“, sagt Böhm.

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Auf dem Spielplan steht jetzt aber erst einmal das Weihnachtsstück „Das verlorene Märchenbilderbuch“ der Kindertruppe, das am dritten Advent im Dorfgemeinschaftshaus Ohr aufgeführt wird. Die elfjährige Maja Köhler spielt darin den „Wichtelmann“. Der Schülerin macht das Theaterspielen sehr viel Spaß, sie freut sich schon sehr auf die bevorstehende Aufführung vor vielen Leuten.

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