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Kontrollen zeigen: Die meisten halten sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen – doch bei weitem nicht alle

Wenn Rasen zum Problem wird

Emmerthal. Der bundesweite Blitzermarathon geht am Donnerstag, 16. April, in eine weitere Runde: Ab 6 Uhr bis Mitternacht werden dann auch im Landkreis Hameln-Pyrmont Radarfallen aufgestellt, unter anderem an der Bundesstraße 83 in Grohnde. Doch nicht nur an besonderen Blitzer-Tagen werden Raser zur Kasse gebeten – über das Jahr verteilt positioniert der Landkreis immer wieder Radargeräte an verschiedenen Schwerpunkten in und rund um Emmerthal. Die Gemeinde selbst verfügt dabei über keine eigene mobile Geschwindigkeitsmessanlage wie zum Beispiel Aerzen. Es wird auf die zwei mobilen Einheiten des Landkreises zurückgegriffen.

veröffentlicht am 15.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

Autor:

Svenja-A. Möller und Karsten Seele (Grafik)
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Die jeweiligen Messpunkte innerhalb der Gemeinde werden dabei nach bestimmten Kriterien ausgewählt. „In

Kirchohsen und Emmern dienen sie der Schulwegsicherung“, erklärt Sandra Lummitsch, Sprecherin des Landkreises. In Amelgatzen werde direkt in Grundschulnähe gemessen, in Hagenohsen, Hanebülten und an der B 83 in Höhe des Atomkraftwerkes werde vor allem aus präventiven Gründen zur Unfallvermeidung gemessen.

Innerhalb der Gemeinde wurde 2014 an verschiedenen Verkehrsstellen gemessen, wofür einige beispielhaft ausgesucht worden sind: vier 50er-Zonen, eine 30er-Zone und ein Bereich, in dem 100 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. Unumstrittener Spitzenreiter in Sachen Messungen und Verstöße im Jahr 2014: die Amelgatzer Straße, eine 50er- Zone. Dort wurden an fünf Messtagen rund 17 024 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 525 Verstöße festgestellt. Vier Fahrern wurde dabei ein Fahrverbot von einem Monat, einem Verkehrsteilnehmer sogar ein Verbot von drei Monaten ausgesprochen. Mit 61 bis 70 km/h über der zugelassenen Geschwindigkeit musste dieser Fahrer ebenfalls 480 Euro zahlen und er erhielt drei Punkte in Flensburg. Auch die Messungen in Hanebülten und Hagenohsen bescherten drei beziehungsweise zwei Verkehrsteilnehmern ein einmonatiges Fahrverbot. In Hanebülten wurden innerhalb von drei Messungen insgesamt 5621 Fahrzeuge kontrolliert und 170 Überschreitungen registriert, in Hagenohsen wurden 14 059 Fahrzeuge gemessen und 401 Verstöße gemeldet.

Meist hielten sich die Überschreitungen jedoch im straffreien Bereich. Viele Autofahrer waren zwischen 6 bis 10 km/h und 11 bis 15 km/h über der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit und blieben damit ohne Geldbuße oder Punkte in Flensburg. Insgesamt wurden rund um Emmerthal 45 215 Fahrzeuge kontrolliert und 1419 Verstöße protokolliert. Im gesamten Landkreis wurden 24 901 Verwarnungen ausgesprochen und 3040 Bußgeldverfahren eingeleitet. Das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit ist die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr 446 Menschen ums Leben gekommen – 34 mehr als 2013.

Eine interaktive Grafik gibt es unter www.dewezet.de



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