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Gemeinsame SPD-Aktion für Fuß- und Radweg zwischen Bösingfeld und Grupenhagen

Wenn Grenzen überwunden werden

GRUPENHAGEN. Auf Initiative der SPD-Ortsvereine Aerzen und Extertal wanderten am Samstag rund 50 Teilnehmer von Bösingfeld nach Grupenhagen. Ihr Ziel: Sie setzen sich für den Bau einer sicheren Fuß- und Radwegverbindung zwischen den beiden Grenzorten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein.

veröffentlicht am 25.06.2017 um 16:14 Uhr

Gedankenaustausch (v. li.): Lippes stellvertretender Landrat Kurt Kalkreuter, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Heinz-Helmuth Puls, die Bundestagskandidaten Johannes Schraps und Henning Welslau, Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner und Landtagsabgeordnete
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Die viel befahrene Landesstraße 432 verbindet die Gemeinde Extertal mit dem Flecken Aerzen. Einen parallel geführten Fuß- und Radweg gibt es auf niedersächsischer Seite lediglich bis zum Ortseingang von Grupenhagen. Die Abzweigung der Zollstraße von der Hamelner Straße markiert auf Bösingfelder Seite das Ende des vorhandenen Fuß- und Radweges. „Wir möchten mit unserer grenzübergreifenden Aktion aufzeigen, wie eine Lösung für einen möglichen Lückenschluss der Verbindung aussehen könnte“, sagt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Aerzen, Heinz-Helmuth Puls. Und die sieht nicht einen parallel zur Landesstraße geführten Rad- und Fußweg vor, sondern eine weitaus kostengünstigere Lösung, die zum Teil bereits vorhandene Wege einbindet.

Über den Beberbach soll demnach zukünftig auch keine Brücke gebaut werden, um die beiden Bundesländern zu verbinden, sondern eine noch anzulegende Furt könnte als Querungshilfe dienen, wie Puls weiter ausführt. Grupenhagens Ortsbürgermeister Friedhelm Senke (CDU) erinnert daran, dass sich der Ortsrat Grupenhagen bereits 2011 für eine Rad- und Fußwegverbindung in Richtung des Nachbarkreises Lippe ausgesprochen und auch der Rat des Fleckens Aerzen 2012 durch einen Beschluss dieses Vorhaben einstimmig unterstützt hat. „Mir gefällt die heute vorgestellte Alternativroute durch die Landschaft besser, als wenn ein Rad- und Fußweg parallel zur Landesstraße geführt würde. Im Übrigen halte ich eine Realisierung der Alternativstrecke für deutlich aussichtsreicher, da zumindest auf niedersächsischer Seite bereits Wege vorhanden sind“, so Senke. Obwohl das Teilstück der Verbindung auf dem Gebiet des Fleckens Aerzen mit rund fünf Kilometern länger ist, als auf lippischer Seite, geht auch Puls davon aus, dass hier nicht vorrangig zeitaufwendige und teure Grundstücksverhandlungen eine Realisierung des Projektes erschweren werden, sollten sich die Wege bereits in kommunaler Hand befinden.

Um die vorhandenen Feldwege für Radfahrer und Fußgänger passierbar zu machen, wird eine kostengünstige Lösung angestrebt: Schotter und darüber eine gewalzte Feinschicht – kein Teer. „Der Südlink hat unser Bewusstsein für überörtliches Denken und Arbeiten geschärft und eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit angeschoben“, erklären Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels und der stellvertretende Landrat des Kreises Lippe, Kurt Kalkreuter. Während der gemeinsamen Wanderung und beim anschließenden Gedankenaustausch wurde beiden deutlich, dass eine Abgrenzung, wie sie in der Verwaltungsarbeit diesseits und jenseits der Landesgrenze zwangsläufig vorhanden ist, innerhalb der Bevölkerung gar nicht existiert. In Sachen Schaffung einer Rad- und Fußwegverbindung zwischen Grupenhagen und Bösingfeld wollen die beiden Kreischefs ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren. Jede Initiative nutzen, um näher zusammenzurücken und den ländlichen Raum zu stärken, das möchten auch Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner und seine Extertaler Amtskollegin Monika Rehmert mit ihrem Stellvertreter Karl-Heinz Sievert. Unsichtbare Grenzen aufzuweichen und Projekte grenzübergreifend voranzutreiben, das haben sich die beiden SPD-Bundestagskandidaten der Nachbarwahlkreise in Niedersachen und Nordrhein-Westfalen, Johannes Schraps und Henning Welslau, vorgenommen. Auch sie hatten die Wanderschuhe geschnürt, um vor Ort zu erfahren, wo es in der eigenen Heimatregion hakt.



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