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Grohnder Weserbühne beendet aktuelle Spielsaison – und zieht positive Bilanz

Wenn der Vorhang fällt

EMMERTHAL/GROHNDE. Schulterklopfen, durchschnaufen – die Erleichterung ist spürbar, als sich um 23 Uhr der Vorhang in der Emmerthaler Kultur(n)halle schließt. Nach fünf Aufführungen ist damit die aktuelle Spielsaison der Grohnder Weserbühne beendet.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 16:32 Uhr

Kevin Krajczyk als Murrat (Mitte) bestand seine Feuertaufe bei der Grohnder Weserbühne, hier mit Karina Reese als Lea Schwarzenbäcker und Wolfgang Helms als General a. D. Pfeiffer. Foto: ubo
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Uwe Bosselmann Reporter
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Zuvor hatte Regisseur Lutz Engel dem Publikum die zwölf Laienschauspieler sowie Souffleuse Manuela Neumann und die zahlreichen Helfer des Stückes „Kusskuss und Betreutes Wohnen“ einzeln vorgestellt. Während die Zuschauer die Halle nach und nach verlassen, kommen nun auch die Akteure langsam von der Bühne. Nach kurzer Zeit haben sich die Darsteller, teilweise noch in ihren Kostümen, zu einer lockeren Runde zusammengefunden. Immer wieder danken Zuschauer im Herausgehen den Laienschauspielern für ihre „tolle Darbietung“. Darunter sind auch Besucher anderer Bühnen. „Wir besuchen die Aufführungen der Bühnen in Ohr, Hagen und Reinerbeck und sie besuchen uns. Dann wird natürlich gern gefachsimpelt“, erklärt Kerstin Näke.

„Es ist sehr gut gelaufen“, resümieren Karina Reese (als Lea Schwarzenbäcker), Kerstin Näke (als Chantal) und Wolfgang Helms (als General a. D. Pfeiffer). „Auch die Vorstellung am Freitag war sehr gut, aber die heutige war noch toller“, blickt Karina Reese zurück. „Das Publikum ist richtig mitgegangen, immer wieder gab es Szenenapplaus“ freut sich Kerstin Näke und Karina Reese ergänzt: „Dadurch haben wir auch eine halbe Stunde länger gespielt.“ „Wir finden es toll, wenn das Publikum richtig mitgeht“, fügt Wolfgang Helms hinzu. Für Luisa Heinemann und Kevin Krajczyk war das Stück ihre Feuertaufe als Laienschauspieler auf der Bühne, wenngleich beide bereits Bühnenerfahrung im Musical sammelten. „Manchmal ist Singen einfacher als in einer Rolle zu schauspielern. Aber es war toll. Die Rolle passte zu meinem Charakter“, blickt Luisa Heinemann auf ihre Rolle als Nina zurück. Und Kevin Krajczyk, er war in der Rolle des Murrat zu sehen, gibt offen zu: „Ich war zuerst nervös. Nun bin ich froh, dass es so gut gelaufen ist. Eigentlich schade, dass es vorbei ist.“

Bei der Vorstellung der Schauspieler erhielten Luisa Heinemann und Kevin Krajczyk regelmäßig tosenden Beifall. Das setzte sich auch im Ensemble fort, wo die beiden ebenfalls „frischen Wind“ reinbrachten. „Es ist schön, wenn wir durch Neuzugänge wie durch unsere Souffleuse Manuela Neumann verstärkt werden. Dadurch sind wir flexibler in den Stücken. Zudem kann man sich auch mal ausklinken und mal ein Jahr nicht spielen“, erklärt Kerstin Näke und fügt an: „Alle waren in ihren Rollen super. Dennoch gibt es in den Stücken immer wieder ,Knallerrollen‘, die richtig hervorstechen.“ „Das ist aber kein Problem. Wir wissen, es gibt die Knallerrollen und Zuträgerrollen. Spaß macht beides“, wirft Matthias Knauer ein, der als Balduin Hinkel zu sehen war.

Die Theaterstücke sind mit viel Arbeit verbunden. „Im Mai letzten Jahres ging es los. Der Regisseur, diesmal war es Lutz Engel, gab Zettel aus, wer mitspielen möchte. Kleine Rollen, große Rollen, keine Rolle, nur hinter der Bühne, Souffleuse, und so weiter. Diese Zettel werden gesichtet und anschließend lässt sich der Regisseur verschiedene Stücke kommen. „Dann liegt unser gesamtes Wohnzimmer mit den Büchern voll, um zwei oder drei Stücke auszuwählen“, erklärt Klaus Näke, der die Runde verstärkt. „Nach Rücksprache wird ein Stück ausgewählt, danach verteilt der Regisseur die Rollen und erklärt, wie er sich die Darsteller in der jeweiligen Rolle vorstellt“, erklärt Karina Reese. „Und dann heißt es lernen, regelmäßig üben, Kulissenbauen und so weiter.“ Im Team herrsche große Harmonie, sagen die Mitglieder der Weserbühne, die sich als Familie, als Tehaterfamilie verstehen.

Und so wird die Grohnder Theater-Familie auch im nächsten Jahr wieder auf und hinter der Bühne stehen, um dem Publikum ein paar vergnügliche Stunden zu bereiten.

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