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Politiker wollen mit Konzept auf geänderte Nutzung reagieren

Weniger Spielplätze – dafür mehr Geld für attraktive Geräte

EMMERTHAL. Die Gemeinde Emmerthal setzt bei den Spielplätzen den Rotstift an. Allerdings, so räumte auch Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) ein, seien die Einwohner mit diesen Angeboten durchaus großzügig ausgestattet: 16 Spielplätze gibt es allein im Kernort sowie in Ohr und Voremberg-Völkerhausen – der Ortsrat halte fünf für verzichtbar.

veröffentlicht am 09.02.2018 um 12:04 Uhr
aktualisiert am 09.02.2018 um 15:20 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Dann sollten die übrigen Freizeitstätten lieber attraktiver gestaltet werden“, hieß es in der Sitzung.

Vorbei die Zeiten, in denen in jedem Neubaugebiet ein Spielplatz vorgeschrieben war. Ohnehin seien diese Anlagen heute weniger frequentiert als in der Vergangenheit, berichtete der Ortsbürgermeister. Die Zahl der Kinder gehe tendenziell zurück, mehr Ganztagsangebote in den Schulen und das veränderte Freizeitverhalten kämen hinzu, sagte Welzhofer. Die Familien würden verstärkt auf ihren eigenen Grundstücken Spielgeräte haben, um den Nachwuchs besser beaufsichtigen zu können.

Die Ortsratsmitglieder hatten die kommunalen Angebote in den Blick genommen, damit der Bauhof bei den Pflegearbeiten entlastet wird oder die Gemeinde durch Grundstücksverkäufe Einnahmen erzielt. Durch eingespartes und eingenommenes Geld könnten die verbliebenen Spielplätze besser ausgestattet werden, sind die Lokalpolitiker überzeugt. In jedem Ortsteil bleibe auf jeden Fall ein Angebot bestehen. Auch in den anderen drei Ortschaften würden die Kommunalpolitiker die Freizeitanlagen auf den Prüfstand stellen.

Die Vorschläge sehen beispielsweise vor, in Emmern an der Sportanlage einen zentralen Spiel- und Bolzplatz anzulegen. Die TSG befürwortet zwar die Idee, müsse aber in weitere Gespräche eingebunden werden, berichtete der Ortsbürgermeister zum Stand der Planungen. Attraktivere Angebote solle es in auch Kirchohsen geben, wobei es mit der Grundschule ein Gespräch gegeben habe, um dort den Spielplatz auszubauen und zu zentralisieren, sagte Welzhofer. Zwar konnte Ruth Leunig (SPD) die meisten Vorschläge gutheißen, doch erwarte sie Konflikte im Bereich der Schule wegen des Ganztagsangebots. Besser sei es, den derzeit unattraktiven Spielplatz an der Berliner Straße aufzuwerten.

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