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Nabu will seine 200 Mitglieder in Aerzen stärker einbinden / Weitere Termine

Weißer Fleck für Naturschützer

Aerzen. Das fällt auf: Schon Ende des vergangenen Jahres terminierte der Naturschutzbund (Nabu) Hessisch Oldendorf/Hameln einige Termine in Aerzen, nun folgen dort erneut zwei Vorträge. „Ja, Aerzen ist bewusst gewählt“, bestätigt Hans Arend aus Hessisch Oldendorf, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

veröffentlicht am 25.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:41 Uhr

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Während im gesamten Landkreis vor Ort eigene Gruppen organisiert seien, werde Aerzen (Arend: „Noch ein weißer Fleck“) vom Nabu Hessisch Oldendorf/Hameln organisatorisch mitbetreut. Dabei sei im Gemeindegebiet durchaus Potenzial, wartet er mit einer überraschend hohen Zahl auf: Rund 200 Aerzener seien Mitglied im Naturschutzbund. Zwischen 10 und 30 Teilnehmer seien bislang bei den Vortragsveranstaltungen in Aerzen gewesen. Die Hoffnung sei, die Mitglieder vor Ort stärker mit einzubinden. Dazu müsse nicht einmal ein Vorstand gebildet werden, meint Arend. „Wir wären schon froh, wenn sich jemand findet, der den Hut aufhat“, wünschen sich die Hamelner und Hessisch Oldendorfer einen Ansprechpartner. Projekte gebe es reichlich, an denen sich die Aerzener beteiligen könnten. Sogar jüngere Einwohner könnten sich engagieren – zum Beispiel in der Kindergruppe, die in Hessisch Oldendorf im Februar gegründet werden soll.

Zunächst will Arend die Nabu-Mitglieder mit Vorträgen mobilisieren, die mit „Internet und Fernsehen konkurrieren können“. Zum Beispiel mit dem Thema artgerechter Vogelfütterung im Winter. Arend, selbst Nabu-Experte in diesem Bereich, zeigt am Dienstag, 4. Februar, ab 19 Uhr in einem Powerpoint-Vortrag in der Gaststätte „Zum alten Forsthaus“, was für Futtersorten die Vögel benötigen und welche Futtergeräte geeignet sind.

Einen Film der besonderen Art kündigt er an für Dienstag, 29. Januar, um 19 Uhr ebenfalls im „Alten Forsthaus“, unter dem Thema: „Überbleibsel aus der Eiszeit: Moschusochsen.“ 2012 haben die Hamelner Ulrich Schaper-Kriegelsteiner und Meikel Sacher zwei Wochen lang wild lebende Moschusochsen in der Abgeschiedenheit des norwegischen Nationalparks Dovrefjell-Sunndalsfjella beobachtet und gefilmt. Der Film zeigt die karge Landschaft der Bergtundra und ihre Bewohner, aber auch das nicht immer einfache Leben im Wildniscamp. Der Nationalpark wurde am 1. Juni 2002 gegründet und ist 1693 Quadratkilometer groß.

Die Vorläufer der heutigen Moschusochsen hatten sich vor etwa einer Million Jahren in der Tundra des nördlichen Zentralasiens zu entwickeln begonnen. Die Moschusochsen sind Bewohner der arktischen Tundren und heute in ursprünglicher Weise nur noch in Grönland, Kanada und Alaska zu finden. 1974 wurde jedoch in Nordsibirien auf der Taimyr-Halbinsel eine Herde Moschusochsen aus Kanada und Alaska wieder erfolgreich angesiedelt, der Bestand wird heute auf 3000 bis 4000 Tiere geschätzt. Kleinere Herden leben inzwischen auch in Norwegen und Schweden. cb



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