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DRK-Generationenchor erhält erneut Gelder / Freude an der Musik verbindet Jung und Alt aus vielen Ländern

Weil das Miteinander zählt: Aktion Mensch fördert Projekt

Emmerthal (red). Alle sprechen von Inklusion – hier wird sie längst gelebt. Im DRK-Generationenchor finden sich kleine und große Sänger von zwei bis über 80 Jahren, mit verschiedenen Hautfarben und aus allen sozialen Schichten. Kinder mit Sprachstörungen, Entwicklungsverzögerungen oder andern Handicaps sind dabei und erleben gemeinsam, dass Musik viel Spaß macht. Nun erhält der erfolgreiche Chor Fördergelder der Aktion Mensch in Höhe von 4000 Euro.

veröffentlicht am 01.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:41 Uhr

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„Angefangen hat es vor acht Jahren mit der ,Aktion Mensch‘ und nun geht es mit deren Hilfe weiter“, freuen sich Martina Büdow und Helmut Schrade, Begründer und Leiter des DRK-Generationenchors in Emmerthal. Sogar ein kurzer Fernsehbericht soll im Dezember im Rahmen dieser Förderung entstehen. Für das damalige Projekt erhielten sie den Zuschlag für „so ’nen Chor mit Senioren und Kindergartenkindern“. Aus einem befristeten Experiment sind acht Jahre geworden. Einmal in der Woche am Dienstagnachmittag leitet Büdow für eineinhalb Stunden gemeinsam mit Helmut Schrade, einem freiberuflichen Musikpädagogen, den DRK-Generationenchor, der sich komplett über Spendengelder finanziert. Die Teilnahme ist trotzdem kostenlos.

„In unserem Projekt geht es nicht darum, Lernziele umzusetzen und besondere Ergebnisse zu erzielen“, erklärt Schrade. „Die Kinder sollen Spaß an der Musik haben und sich auf diesem Weg für Musik interessieren.“ „Bei uns machen Kinder mit, die in anderen Gemeinschaften nicht zurechtkommen. Hier fühlen sie sich wohl und blühen auf, oft zum Erstaunen und zur Erleichterung ihrer Eltern“, erzählt Büdow stolz. Belohnt wurde ihre Arbeit schon mit mehreren Preisen, unter anderem vom Kuratorium zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen im Landkreis Hameln-Pyrmont e.V.

Gestartet wurde das Projekt 2004 mit zehn Senioren und 15 Kindern. Der harte Kern sei immer noch dabei, mittlerweile haben sich Freundschaften entwickelt. Aktuell besteht diese Gemeinschaft aus 25 Kindern und 17 Erwachsenen. Die Hälfte der Kinder hat einen Migrationshintergrund. Das jüngste Mitglied ist Ole mit zwei Jahren, der älteste Sänger ist mit 81 Jahren Werner Siepmann, der vor einem Dreivierteljahr als „alter Ruhrpottler“ in die Nähe seines Sohnes gezogen ist. „Werner fährt zu jeder Probe extra aus Hameln mit dem Bus nach Emmerthal“, erzählt Büdow. Mit Spaß dabei ist der Neubürger. „Vor allem ist es schön zu sehen, wie sich die Kinder mit und durch das Singen entwickeln und verändern“, sagt er.

„Mit mindestens zehn Auftritten im Jahr sind wir gut ausgebucht. Sogar in Hannover durften wir schon singen“, berichtet Schrade. Ein großes Lob sprechen beide Chorleiter den Eltern aus. „Wir haben hier ganz tolle Eltern. Ohne die hätten wir ein erhebliches logistisches Problem“, so Büdow. Darum soll als Dankeschön für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Unterstützung im Januar ein großes Chorfest für alle Mitwirkenden stattfinden. Die Erzieherin: „Wir sind etwas ganz Besonderes, denn aus einem Chor ist eine Gemeinschaft, ein Mit- und Füreinander geworden.“



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