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Emmerthals Bürgermeister verlangt „Potenzialanalyse“

Weichenstellung für mehr Gewerbeflächen

EMMERTHAL. Mit einer sogenannten „Potenzialanalyse“ will die Gemeinde Emmerthal den Bedarf an Gewerbeflächen ermitteln. Die Kosten für die Realisierung des Projektes werden mit 30 000 Euro beziffert.

veröffentlicht am 05.10.2017 um 15:12 Uhr
aktualisiert am 05.10.2017 um 17:40 Uhr

Mehr Flächen für die Ansiedlung oder die Erweiterung vorhandener Unternehmen will die Gemeinde Emmerthal zur Verfügung stellen. Mit Hilfe einer Potenzialanalyse soll der Bedarf ermittelt werden. Foto: dpa
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Uwe Bosselmann Reporter
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Seit 1991 hat sich die Europäische Union vorgenommen, im Rahmen von Leader-Programmen innovative und modellhafte Projekte im ländlichen Raum finanziell zu fördern und zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen. Anträge auf Förderung durch die EU können Kommunen, Vereine und Verbände stellen, wie bei der jüngsten Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Östliches Weserbergland unter Vorsitz von Gustav Gerken in Grohnde betont wurde. Zu den Teilnehmern zählten die LAG sowie die Vertreter der Kommunen des Landkreises, Bad Münder, Bad Pyrmont, Coppenbrügge, Emmerthal und Salzhemmendorf.

Für die Gemeinde Emmerthal begründete Bürgermeister Andreas Großmann das Vorhaben, eine „Potenzialanalyse zur Gewerbeflächenentwicklung“ erstellen zu lassen. Die Stilllegung des Kernkraftwerks Grohnde zum 31. Dezember 2021 werde zu einem Strukturwandel in der Gemeinde Emmerthal und der Region Weserbergland führen, begründete der Bürgermeister in seinem Antrag. Um diesem skizzierten Strukturwandel in der Gemeinde begegnen zu können und die wirtschaftliche Entwicklung nach der Stilllegung fortzuführen, soll die planungsrechtliche Möglichkeit zur Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe ausgelotet werden.

Der Rahmen zur Ansiedlung besteht aus einer rund 20 Hektar großen Fläche, die an das bestehende Gewerbegebiet Langes Feld grenzt. „Im Kernbereich befinden sich zudem einige weitere Gewerbeflächen in Privateigentum. Voraussetzung für die gewerbliche Nutzung und Bereitstellung finanzieller Mittel seitens der Gemeinde ist allerdings die Prüfung des Bedarfs zur Flächennutzung. Das soll unter Berücksichtigung der vorhandenen Gewerbeflächen erfolgen“, heißt es in der Begründung. Diese „Potenzialanalyse zur Gewerbeflächenentwicklung“ soll den Bedarf an Gewerbeflächen für die Gemeinde unter Einbeziehung der vorhandenen Gewerbeflächen in der Region wie beispielsweise Hameln, Bad Münder und Coppenbrügge ermitteln. Im Rahmen dieser Potenzialanalyse sollen auch die verkehrstechnischen Bedingungen ausgelotet werden. Um abzuschätzen, wie groß die Nachfrage nach weiteren Gewerbeflächen ist, will man das Interesse der Unternehmen abklopfen.

Durch die Versammlung wurde das geplante Projekt der Gemeinde einstimmig genehmigt. Von den angesetzten Gesamtkosten für die Potenzialanalyse in Höhe von 30 000 Euro erhält die Gemeinde eine Förderung von 55 Prozent, 16 500 Euro. Im Januar 2018 soll die Analyse beginnen und am 30. September 2018 abgeschlossen sein.

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