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Erhöhung geringer als bisher geplant

Wasser soll teurer werden

EMMERTHAL. Frischwasser und die Schmutzwasserentsorgung werden in Emmerthal ab dem nächsten Jahr voraussichtlich teurer. Das ergibt sich aus der Beschlussempfehlung für die neue Gebührenordnung, die der Ausschuss für Gemeindewerke und Technik am Montag in einer öffentlichen Sitzung verabschiedet hat.

veröffentlicht am 05.12.2017 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 19:00 Uhr

Die Sandstraße soll für den Kanalanschluss des neuen Baugebietes Holzweg geöffnet und anschließend ordentlich asphaltiert werden. Doch das wird deutlich teurer als angenommen. Foto: dana
Jens Spickermann

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Die Gebührensteigerung fällt demnach aber moderater aus, als noch am 15. Juni beschlossen worden war. Ursprünglich sollten die Kosten für Frischwasser ab 2018 von 1,83 Euro auf 1,93 Euro pro Kubikmeter steigen, die für die Schmutzwasserentsorgung von 3,46 Euro auf 3,83 Euro (jeweils netto). Nach der neuen Beschlussempfehlung würde der Preis für Frischwasser aber nur um 3 Cent pro Kubikmeter auf 1,86 Euro erhöht. „Wir haben noch Einsparpotenziale gefunden“, sagt Olaf Schmidt, Leiter des Fachdienstes Finanzen der Gemeinde. Bei den Schmutzwassergebühren habe es im Gegensatz zu den Frischwasserkosten aber keinen Spielraum mehr gegeben. Wie bereits im Juni beschlossen, wird die Entsorgung ab Januar 3,83 Euro pro Kubikmeter kosten. Der Gemeinderat muss der Beschlussempfehlung noch zustimmen.

Nach der Berechnung der Verwaltung entstehen einem durschnittlichen vier-Personen-Haushalt durch die Erhöhungen jährlich 79 Euro Mehrkosten.

„Die Gebühren müssen kostendeckend erhoben werden“, sagt Schmidt. Deswegen sei die Preissteigerung notwendig. Einbezogen würden auch „kalkulatorische“ Kosten, die auch einen Gewinn durch die Wasserversorgung und -entsorgung vorsehen. Die Investitionen in die Versorgungs-Infrastruktur sollen sich nämlich rechnen: „Die Gemeinde will das rausbekommen, was sie auch erhielte, wenn sie das Geld anderweitig anlegen würde“, erklärt Schmidt. Auch Rücklagen seien in der Gebührenkalkulation berücksichtigt. Die Gemeinde wolle Geld für zukünftige Investitionen zur Seite legen und die Schulden der Gemeindewerke abbauen. Zwar führe die Gebührensteigerung vorerst zu einer höheren Belastung für die Bürger, die werde sich aber später auszahlen. Denn falls spätere Investitionen zu einem gestiegenen Zinssatz durch Schulden finanziert werden müssten, würde sich das ebenfalls in den Gebühren niederschlagen, so Schmidt. „Wenn die Zinslandschaft sich verändert, ist es sinnvoll, Kosten durch das eigene Sparbuch abzudecken“.

Die Finanzplanung der Gemeinde hat jedoch noch eine Schwachstelle, die im Ausschuss diakutier wurde: Um das neue Baugebiet Holzweg an die Kanalisation anzuschließen, soll die Sandstraße geöffnet und anschließend wieder hergerichtet werden. Laut der Kostenaufstellung des beauftragten Ingenieurbüros müsste die Gemeinde dafür 567700 Euro bezahlen – 255900 Euro mehr als bisher vorgesehen. Geplant ist, die Kanalisation und die Wasserleitungen zu erneuern. Danach soll die Straße neu asphaltiert werden, die Regenrinne von der Straßenmitte an den Straßenrand verlegt werden und es soll ein gepflasterter Parkstreifen entstehen. Die fehlenden Mittel sollen nun in den Haushalt eingestellt werden. „Wir wollen aber schauen, ob es Möglichkeiten gibt, die Maßnahme günstiger zu gestalten“, sagt Schmidt. Ungeklärt ist bislang noch, ob der bisher nicht erschlossene Teil der Sandstraße ebenfalls asphaltiert werden soll. Man werde noch Gespräche mit dem dortigen Anwohner führen, so Schmidt.

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