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Nach Umzug ins Bildungshaus: Gemeinde will sich von Immobilien in Hajen und Esperde trennen

Was wird aus früheren Kindertagesstätten?

Hajen/Esperde. Zwei Immobilien der Gemeinde Emmerthal stehen zum Verkauf. Es handelt sich dabei um die Häuser, in denen bis zum Umzug ins Bildungshaus Ende vergangenen Jahres nach Börry die DRK-Kindertagesstätten in Hajen und Esperde untergebracht waren. Das Gebäude in Esperde wird allerdings derzeit hergerichtet, um dort weitere Asylbewerber in der Gemeinde Emmerthal unterzubringen. Derartige Unterkünfte werden dringend gebraucht, da für Emmerthal bis zu 50 weitere Asylbewerber angekündigt wurden.

veröffentlicht am 02.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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„Wir sind derzeit dabei, die Wohnung mit 117 Quadratmeter Wohnfläche über der bisherigen Kindertagesstätte in Esperde für vier bis fünf Asylbewerber einzurichten“, berichtet der Erste Gemeinderat in Emmerthal, Elmar Günzel, auf Anfrage. Etwa weitere 40 bis 50 Flüchtlinge sind der Gemeinde angekündigt worden, die untergebracht werden müssen und für die weiterhin dringend Unterkunftsmöglichkeiten gesucht werden. Elmar Günzel: „Das Gebäude steht aber grundsätzlich zum Verkauf, sobald es nicht mehr für Asylbewerber genutzt werden muss. Sollte sich allerdings ein potenzieller Käufer finden, der das Objekt so schnell wie möglich erwerben möchte, würden wir auch dazu Lösungen finden.“

Grundsätzlich war es neben den pädagogischen Aspekten des Bildungshauskonzeptes auch erklärtes Ziel der Gemeinde, Betriebskosten zu senken und sich von Immobilien zu trennen. Zum Verkauf steht ebenfalls das Haus in Hajen, in dem der DRK-Kindergarten vor seinem Umzug ins „Bildungshaus im Ilsetal“ in Börry untergebracht war. „Hier haben wir die Vermarktung an die Sparkasse Weserbergland abgegeben. Im Obergeschoss befinden sich allerdings noch zwei vermietete Wohneinheiten, die der Käufer übernehmen muss“, erklärt der Erste Gemeinderat.

Für die zukünftige Nutzung beider Gebäude gibt es laut Elmar Günzel die unterschiedlichsten Möglichkeiten. So könnten zum einen nach einem Umbau eine oder mehrere Wohneinheiten entstehen. Aufgrund der großen Räume seien sie aber auch für freiberuflich Tätige sicherlich interessant. Die Nutzung für eine Praxis, ein Büro, Atelier oder Ähnliches biete sich an, so der Erste Gemeinderat. In Esperde etwa gibt es neben den 117 Quadratmetern Wohnfläche, die derzeit als Asylunterkunft umgerüstet werden, 176 Quadratmeter Nutzfläche und eine teilweise Unterkellerung. Das Gebäude in Hajen verfügt über die beiden vermieteten Wohnungen mit zusammen 128 Quadratmetern, eine Nutzfläche von 144 Quadratmetern und einen Vollkeller, der teilweise ausgebaut ist.

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„Da sich beide Gebäude in landschaftlich reizvoller Lage befinden, sind sie aber auch besonders interessant für eine touristische Nutzung, etwa als Ferienwohnung oder als Zweitwohnsitz“, merkt Günzel an. Und er fügt hinzu: Man beobachte natürlich den Markt und könne feststellen, dass es dazu besonders aus dem niederländischen Raum eine recht große Nachfrage gebe, was für die gesamte Region des Weserberglandes gelte.

Grundsätzlich zum Verkauf steht die frühere Kita in Esperde (li.). Zunächst richtet die Gemeinde aber das Gebäude als Unterkunft für Asylbewerber her. Auch die Kita in Hajen (unten) steht jetzt leer. tis



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