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Biogasanlage ersetzt bis zu 200 000 Liter Heizöl jährlich

Wärmekonzept geht auf

Aerzen. Die meisten Einwohner von Egge und Flakenholz heizen inzwischen mit der Wärme von der Biogasanlage Schalkshof. Bis auf wenige Ausnahmen seien die meisten Häuser ans Netz angeschlossen, im Februar kommen noch weitere Gebäude in Flakenholz hinzu, berichtet Jörg Pape, der zusammen mit Friedrich Meier die Biogasanlage betreibt. Dadurch würden jährlich je nach Temperatur im Winter zwischen 150 000 und 200 000 Liter Heizöl eingespart, rechnet Pape vor.

veröffentlicht am 10.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

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Viel Überzeugungsarbeit sei nicht zu leisten gewesen, damit die Einwohner von insgesamt 40 Gebäuden sich mit der Abwärme versorgen lassen, erläutert er. Zwar müssen sie weiter vorsichtshalber wegen möglicher Ausfälle des Blockheizkraftwerkes für den Notfall die eigene Heizung vorhalten und bis zu Tausend Euro für die Umrüstung zahlen, doch letztlich schonen sie ihre Geldbeutel. Laut Pape liegt die Kostenersparnis gegenüber Heizöl bei 25 Prozent. Und dabei müsse bedacht werden, dass wegen der alten Gebäudebestände mit oft großzügigem Raumangebot ein Jahresbedarf von bis zu 4000 Liter Heizöl nicht ungewöhnlich sei.

Die Betreiber der 2006 ans Netz gegangenen Biogasanlage, eine der ersten übrigens im Landkreis, mussten sich die Investition zunächst gut überlegen. Die dörfliche Struktur mit weit voneinander entfernten Gebäuden machte insgesamt 7000 Meter Leitungen notwendig. Zum Vergleich: In Aerzen, wo durch die Anlage bis zu 750 000 Liter Heizöl jährlich gespart werden, mussten nur Leitungen mit einer Gesamtlänge von 3000 Metern verlegt werden.

Durch diese Investitionen, und das ist für Pape eine wichtige Zahl, wird durch Strom und Wärme 60 Prozent der anfallenden Gesamtenergie von Biogasanlagen genutzt. Zum Vergleich: Bei einem alten Kohlekraftwerk liegt der Wirkungsgrad bei 31, bei einem moderneren bei 38 Prozent, wie er vorrechnet.

Die Doppelnutzung der Biogasanlagen, vor allem der direkte Nutzen für die Haushalte, trage dazu bei, die Akzeptanz dieser erneuerbaren Energien zu erhöhen, ist Pape und Meier wichtig. „Nur so kann man das Vertrauen gewinnen“, meint Meier. Hinzu komme, wie die beiden Betreiber hervorheben: Die Anlagen würden nicht unter Volllastbetrieb laufen, um ständig möglichst viel Strom ins Netz zu liefern, sondern es werde versucht, weitgehend dem Bedarf zu entsprechen. cb



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