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Von der Manege in die ARD-Wissenschaftsshow

Emmerthal (cb). Wenn Frank Elstner und Ranga Yogeshwar am 1. September in der ARD „Die große Show der Naturwunder“ präsentieren, dann tritt erneut ein Emmerthaler als Studiogast vor die Kameras: Bodo Hölscher, Gründer von Circus Fliegenpilz und immer noch offiziell in Esperde gemeldet. Ruhig ist es um ihn geworden. „Den Zirkus gibt es nach wie vor – nur ohne Tourneegeschäft“, sagt der 54-Jährige, der das Grundstück in Esperde „unseren Stützpunkt“ nennt, auch wenn er in der letzten Zeit selten das Ilsetal besucht.

veröffentlicht am 31.08.2011 um 17:51 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

Manege
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Emmerthal (cb). Wenn Frank Elstner und Ranga Yogeshwar am 1. September in der ARD „Die große Show der Naturwunder“ präsentieren, dann tritt erneut ein Emmerthaler als Studiogast vor die Kameras: Bodo Hölscher, Gründer von Circus Fliegenpilz und immer noch offiziell in Esperde gemeldet. Ruhig ist es um ihn geworden. „Den Zirkus gibt es nach wie vor – nur ohne Tourneegeschäft“, sagt der 54-Jährige, der das Grundstück in Esperde „unseren Stützpunkt“ nennt, auch wenn er in der letzten Zeit selten das Ilsetal besucht. Häufig hingegen gastiert Hölscher mit seinen Tieren in der Wissenschaftsshow – allein in diesem Jahr viermal. Heute kommt er mit seinem Strauß Franz-Josef in die Baden-Arena Offenburg, wo vier prominente Gäste ihr Wissen über den größten Vogel der Welt beweisen wollen. Welche Last kann ein Straußenei tragen? Kulturkritiker und Schriftsteller Hellmuth Karasek, Volksmusikstar und Moderator Stefan Mross, Moderatorin Kim Fisher und Schauspieler Ursula Karven sind in der 17. Auflage der Show dabei – und hoffen dabei auf die richtige Antwort.
Als Filmtiertrainer und Tierlehrer bezeichnet sich aktuell Hölscher, der zuvor als Zirkusdirektor seit 1981 die Besucher begeisterte. Vor allem mit dem Varieté-Programm „Circus unter Wasser“ (Hölscher: „Etwas Einmaliges in Europa“) machte er sich ab 1992 einen Namen – „ein Publikumsmagnet“. Kenner der Szene nannten den Circus Fliegenpilz, der von seinem Winterquartier in Esperde alljährlich zu großen Tourneen startete, in einem Atemzug mit den großen Namen, die für Artistik und Dressur in der Manege standen. Und plötzlich war es still geworden um das Ensemble, das einst mit 130 Fahrzeugen und 150 Mitarbeitern durch die Lande zog. Hölscher spricht nicht vom Niedergang der Zirkuswelt, der nach und nach auch prominente Unternehmen erfasste. „Wir wollten pausieren“, sagt der gelernte Möbelkaufmann, der sich einst mit Ehefrau Beatrix den Kindheitstraum vom eigenen Zirkus erfüllt hat.



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