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Buchautor Ulrich Behmann und Herzchirurg Prof. Dr. Deniz Kececioglu gewähren Einblicke in ihre Arbeit

Von Abgründen und Glücksmomenten

VOREMBERG. Vor mehr als 80 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben Ulrich Behmann, Journalist und Autor des Buches „Novemberwut“, und der Direktor der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen, Professor Dr. Deniz Kececioglu, in Voremberg über die Abgründe der menschlichen Seele und die psychischen Belastungen im ärztlichen Beruf referiert.

veröffentlicht am 20.08.2018 um 13:49 Uhr
aktualisiert am 21.08.2018 um 13:20 Uhr

„Novemberwut“-Autor Ulrich Behmann berichtete über die Entstehung seines Romans. Foto: pr
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Vor mehr als 80 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und zu Klängen der Coffee House Jazzband Hameln haben Ulrich Behmann, Journalist und Autor des Buches „Novemberwut“, und der Direktor der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen, Professor Dr. Deniz Kececioglu, in Voremberg auf Einladung der Franke Investment über die Abgründe der menschlichen Seele und die psychischen Belastungen im ärztlichen Beruf referiert.

Während Behmann über den sogenannten Schleifmordversuch von Hameln, glückliche Fügungen des Schicksals und die ärztliche Kunst am Beispiel des Kriminalitätsopfers Kader K. sprach, aber auch die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte seines Buches beschrieb und auf Fragen aus dem Auditorium einging, berichtete im Anschluss daran Prof. Kececioglu aus seinen Erfahrungen als Herzchirurg. Der Beruf mache ihn glücklich, vor allem dann, wenn Jugendliche zu ihm kämen, die er im Babyalter gemeinsam mit seinem Team erfolgreich operiert habe. Natürlich gebe es auch die schweren Momente – die seien immer dann da, wenn man mit Eltern von schwerkranken Kindern sprechen müsse. Und nicht immer könne man helfen. Das belaste auch den Mediziner. Aber die Momente des Glücks würden überwiegen.

Behmann hatte nach seiner 45-minütigen freien Rede zum Thema Medizin übergeleitet, als er über die zahlreichen Verletzungen, die Kader K. mit Messer, Axt und Seil zugefügt wurden, und von der Rettung der Schwerverletzten im Notarztwagen, den Reanimationen und der Notoperation am schlagenden Herzen im Sana-Klinikum, dem nächtlichen Hubschrauber-Transport und dem neurochirurgischen Eingriff in der Medizinischen Hochschule erzählte. Im Anschluss daran signierte der Autor Bücher. Gastgeber Heinz Franke hatte im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt gesagt, Hameln sei seit dem 20. November 2016 nicht nur für seine Rattenfängersage weltbekannt, sondern habe an diesem Totensonntag durch den Versuch einer öffentlichen Hinrichtung leider auch international Negativ-Schlagzeilen gemacht.



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