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Rundfahrt der etwas anderen Art für die Bewohner des Hauses Elise

Vom Rollstuhl auf's Fahrrad – geht das?

veröffentlicht am 15.09.2016 um 17:22 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Vorreiter dafür ist das Haus Elise in Emmerthal, das mit fünfzehn Bewohnern und entsprechender Anleitung durch das Pflegepersonal eine Fahrradrundfahrt der etwas anderen Art anbot. Sie probierten die neuen „Fun2go“-Fahrräder aus. Diese speziellen Fahrräder sind sogenannte Dreiradtandems, bei denen die Fahrer nicht hintereinander, sondern neben einander sitzen können. Sie sind so niedrig konzipiert, dass die Benutzer ohne Probleme aufsteigen können. Selbst für Menschen mit Gehbehinderung stellt ein Sitzwechsel vom Rollstuhl aufs Fahrrad kein Problem dar. Das Gelände rund um das Seniorenwohnheim erweist sich als ideal für eine kleine Fahrradtour mit seiner großzügigen Gartenanlage. Der Gehweg ist zudem breit genug, um sich dort mit den „Fun2go“-Fahrrädern fortzubewegen. „So ist es möglich, dass ein in seiner Bewegung stark beeinträchtigter Mensch, trotzdem ein Fahrrad benutzen kann, wenn er neben sich fachkundig-pflegerische Betreuung hat“, sagt Alois Schräder, der gemeinsam mit dem Personal des Seniorendomizils das Projekt aus der Taufe gehoben hat. „Zudem macht es ein Elektromotor möglich, dass der Fahrer selbst entscheiden kann, ob er aktiv in die Pedale tritt oder nicht“, so Schräder. Den Bewohnern jedenfalls gefällt es. Eine knapp 93-jährige Dame, die eigentlich auf den Rollstuhl angewiesen ist, hat sichtlich Spaß an der Sache und fordert das Personal sofort zur zweiten Runde auf. „Bewegung und frische Luft werden von allen Teilnehmern als besonderes Erlebnis gewertet“, freut sich auch Pflegedienstleiterin Monika Wiecha. Die Wendigkeit des Dreiradtandems ist enorm. Das einzelne Vorderrad bietet mit den beiden Hinterrädern zusammen eine exzellente Kurvenlage mit maximaler Sicherheit. „Die ist auch notwendig, um diese besonderen Fahrräder vielleicht dauerhaft zum Einsatz bringen zu können“, sagt Alois Schräder. Konzipiert wurden sie vor allem für demente sowie an Alzheimer erkrankte Menschen. „Leider sind diese Fahrräder nicht ganz billig“, bedauert Schräder. Trotzdem wurde dieses spezielle Fortbewegungsmittel im Rahmen der Alzheimer-Wochen im Hamelner Bürgergarten vorgestellt. Wer das ungewöhnliche Gefährt selber testen möchte, hat dazu durchaus Gelegenheit – in Rumbeck. Alois Schräder, der dort das Mehrgenerationenhaus „Villa Kunterbunt“ betreibt, stellt es Interessenten nach vorhergehender Terminvereinbarung zur Verfügung. Rufnummer: 05152/6998558.



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