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Verkündigungsspiel mit Tradition / Aufführungen am Wochenende

Vom Licht in der Dunkelheit

Hämelschenburg (tac). „Wandrer sind wir allerweilen, hier beisammen, dort allein, müssen rasten, müssen eilen, auch im Schlummer wachsam sein, haben Sehnsucht, unermess’ne, nach der heimatlichen Stadt, da der Friede, längst vergess’ne, Speis und Trank und Wohnung hat. Lass uns durch die Nächte gehen, gottgerufen du und ich! Wo wir an der Krippe stehen, ist die Erde heimatlich.“ Alle Jahre wieder rückt uns die Geschichte von Jesu Geburt wie hier mit den Worten Siegbert Stehmanns ausgedrückt ins Bewusstsein. Auch heute und morgen um jeweils 19 Uhr verkörpert das traditionelle Verkündigungsspiel des erweiterten DRK-Singkreises „die Darbietung der Weihnachtsgeschichte in einzelnen lebenden Bildern“ mit Worten und Musik aus Bibel und Gesangbuch in der Hämelschenburger St.-Marien-Kirche.

veröffentlicht am 18.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:41 Uhr

Vor der Aufführung wurde am Donnerstag erneut geprobt.
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Seitdem der damalige Pastor Adolf Kleine das ursprünglich aus Vienenburg am Harz stammende Krippenspiel 1948 erstmals in Hämelschenburg aufführen ließ, war es in unregelmäßigen Abständen immer am vierten Adventswochenende zu sehen und zu hören: zwar mit wechselnder Besetzung, aber stets von zeitgeistlichen Einflüssen verschont. Darauf legen die Beteiligten großen Wert. Ebenso auf die Tatsache, dass es zum Zeitpunkt der Aufführung dunkel sein müsse, erwähnt die musikalische Leiterin Elfriede Ottolien. Wer das Verkündigungsspiel, das „kein Märchen zur Stimmungserhebung“ ist und auch als „Spielpredigt“ bezeichnet wird, schon einmal erlebt hat, weiß um die Bedeutung und Wirkung dieser Tatsache.

Wenn die dunkle Kirche nur durch die Kerzen des Engelchores erhellt wird oder wenn die in Blau gekleidete Maria das Magnifikat im Reigen der Engel anstimmt, werden die Sinne der Anwesenden auf die wesentliche Botschaft der Weihnachtsgeschichte gelenkt: „Fürchtet euch nicht! Denn euch ist heute der Heiland geboren.“ Mit dieser Gewissheit werden nicht nur die Hirten, sondern auch die Kirchenbesucher in die feindliche Welt entlassen. Ein beleuchtetes Krippenbild auf dem Altar mit eben jenem Satz als Überschrift in der ansonsten dunklen Kirche hält diese Botschaft am Ende der Vorführung noch einmal allen bewusst vor Augen.



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