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Marion Bak-Tode stellt ihre „Gefühlskerne“ aus

Vom Frustabbau zur Kunst

Aerzen. Schon Wilhelm Busch hat gesagt: „Stets findet Überraschung statt, da, wo man’s nicht erwartet hat.“ Und manchmal wird aus dem musikalischen Rahmen einer Ausstellungseröffnung ein Auftritt, der das Zeug hat, der absolute Höhepunkt der „Kultur in der Domänenburg“ zu werden. Gleich zwei Premieren begeisterten das Publikum zur Eröffnung der Ausstellung der gebürtigen Groß Berkelerin Marion Bak- Tode. Unter der Überschrift „Gefühlskerne – Bilder aus meinem einfachen Innen“ gewährt die 62-Jährige erstmals Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle, Ängste und Hoffnungen. Nicht auf Leinwand verewigt, sondern bebildert auf Holz und Papier oder gestaltet in Porenbeton und Speckstein hat die Künstlerin, die mittlerweile in der Nähe von Wiesbaden mitten im Taunus zu Hause ist, versucht, das, was ihr im Kopf herumgeht oder ihr Bauch fühlt, mit einfachen Mitteln darzustellen, wie sie sagt. Der Spaß, Farbe und Form zu kombinieren, motiviert sie immer wieder aufs Neue. „Und für Irrtümer gibt es Schleifpapier“, sagt die Autodidaktin, die erst vor sieben Jahren ihre künstlerische Veranlagung wiederentdeckt hat, selbstbewusst. Was ursprünglich als Frustabbau gedacht war, ist mittlerweile zu einer ungewöhnlichen Kunst herangewachsen, bei der das Experimentieren mit diversen Materialien und Techniken im Vordergrund steht. Wenn Mutter Ruth Bak durch die Ausstellung ihrer Tochter geht, fasziniert sie das Bild mit dem Titel „Vor der Versammlung“ besonders. Das Zusammenspiel der Farben und die Darstellung, „als wenn die Alten miteinander tratschen“, erinnert die Groß Berkelerin an ein buntes Markttreiben. Und sie erkennt das künstlerische Erbe ihres Mannes in den Werken der Tochter wieder. „Die Kreativität habe ich von meinem Vater geerbt“, sagt auch Marion Bak- Tode.

veröffentlicht am 05.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

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