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Zusammenschluss mit Coppenbrügge beschäftigt Vertreterversammlung in Aerzen

Volksbank-Spitzen werben kräftig für Fusion

Aerzen (cb). Die Zeiten haben sich gedreht: Während die Volksbank Aerzen eG über Jahre ihren eigenständigen Weg betont hat, stehen nun die Zeichen auf Fusion. Vorstand und Aufsichtsrat warben gestern Abend bei der Vertreterversammlung mit deutlichen Worten für einen Zusammenschluss mit der Volksbank am Ith eG in Coppenbrügge, der im Januar öffentlich gemacht worden war und im nächsten Jahr beschlossen werden soll. Schon gestern warb Vorstandssprecher Ralf Schomacker bei den Mitgliedern, im Frühjahr für die Fusion der beiden Institute unter dem Namen „Volksbank im Wesertal“ zu stimmten – „zur Einleitung einer weiteren erfolgreichen Ära“.

veröffentlicht am 06.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

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„Die Fusion ist das Ergebnis einer jahrelangen, vertrauensvollen und zielgerichteten Kooperation“, sagte Schomacker. „Aus der Position der Stärke bündeln wir unsere Kräfte und stellen uns den wachsenden Anforderungen der Zukunft.“ Zwar werde dann Coppenbrügge aus rein wirtschaftlichen Gründen der Hauptsitz der Volksbank, doch bliebe die gewachsene Struktur der Geschäftsstellen erhalten, wobei die Kunden weiterhin ihre gewohnten Ansprechpartner vor Ort hätten. Der Vorstand erinnerte an die 132-jährige Geschichte der heimischen Bank, in der es immer wieder vorausschauende Beschlüsse gegeben habe, um deren Zukunftsfähigkeit zu sichern und zu gewährleisten. Dazu zähle zuletzt der maßgebliche Beschluss im Jahr 1987 zur Fusion zwischen der Volksbank Aerzen/Groß Berkel sowie der Volksbank Hemeringen zur heutigen Volksbank Aerzen. Schomacker: „Jederzeit – und die Ergebnisse bestätigen es uns – ein guter Entschluss.“

Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Bethmann räumte ein, dass die jüngste Entwicklung sicherlich einige Mitglieder überrascht habe, „zumal wir die Selbstständigkeit unserer Bank immer wieder als ein wichtiges Ziel propagiert haben“. Inzwischen wisse er aber, dass dieses Vorhaben „durchaus sehr positiv gesehen wird“. Dass die Volksbank Aerzen „hervorragend aufgestellt“ sei, hatten zuvor die Vorstände Ralf Schomacker und im Detail Axel Breyhan dargestellt. Es könnte sich deshalb die Frage stellen, dass es keinen Grund gebe, die eigene Selbstständigkeit aufzugeben, griff Bethmann mögliche Bedenken auf, um aber deutlich klarzustellen: Der gesamte Aufsichtsrat sei „von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit“ zum Zusammenschluss mit der Volksbank am Ith überzeugt. Zwar gab es aus den Reihen der 94 Vertreter einige Rückfragen, doch grundsätzlich wurde die Fusion nicht angezweifelt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates begründete das beabsichtigte Ziel damit, dass sich die Volksbank in Aerzen in einem regulatorischen Umfeld von Gesetzen, EU-Verordnungen, Bankenaufsicht und Anweisungen befinde – ein Korsett, das kleinere Banken stärker belaste als große. Bethmann: „Schon heute belasten diese Auflagen unsere Bank stark, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie uns überfordern werden.“ Aus Sorge, dass die Kundenbetreuung darunter leiden könnte, sei ein Zusammenschluss mit einem deutlich größeren Partner nicht das Ziel gewesen. „Bei einer Fusion auf Augenhöhe, wie sie hier beabsichtigt ist, wird dies nicht passieren“, sagte Bethmann, der gestern in seinem Amt als Aufsichtsrat einstimmig bestätigt wurde, und fügte an die Adresse der Mitglieder hinzu: „Ich kann Ihnen ausdrücklich bestätigen, dass der begonnene Fusionsprozess ganz eindeutig mit der Maßgabe angestoßen wurde, dass sich für die Kunden so wenig wie möglich ändert.“

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Die Vorstände sprachen von einem erfolgreichen Jahr 2011. Der Bilanzgewinn stieg auf 130 695,48 Euro, einstimmig befürwortete die Versammlung eine Dividende von 5 Prozent. Die Bilanzsumme beträgt für 2011 insgesamt 100,546 Millionen Euro (2010: 94,717 Millionen Euro). Der starke Zuwachs der Kundengelder aus 2010 setzte sich im Vorjahr fort. So wuchsen die Einlagen um 6,5 Prozent (5,313 Millionen Euro). Das Kreditvolumen wurde um 3,7 Prozent (1,696 Millionen Euro) gesteigert. Da der Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr nochmals geringfügig gesteigert wurde, konnte der gesunkene Provisionsüberschuss aber überkompensiert werden, wie es hieß.

Ausführliche Informationen zur Bankenfusion gab es gestern Abend in der Hummetalsporthalle. Foto: Wal



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