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Ein „Hummeauenpark“ als neuer Treffpunkt? / Ungenutzte Liegewiese des Freibades im Gespräch

Viel Platz für neue Ideen

AERZEN. Was den Lügdern ihr Emmerauenpark ist, könnte für die Aerzener schon bald der „Hummeauenpark“ werden. So stellt es sich zumindest der Aerzener Ortsrat vor. Umfasste der ursprüngliche Vorschlag des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins lediglich einen schmalen, mit Gras bewachsenen Weg zwischen Veilchenbergstadion und Freibad-Liegewiese, so soll nach dem derzeitigen Planungsstand der Kommunalpolitiker für die „neue Schwimmbadquerung“ – so der offizielle Arbeitstitel – die durch den Umbau des Freibades mittlerweile völlig überdimensionierte Liegewiese um 5000 Quadratmeter verkleinert werden.

veröffentlicht am 16.09.2018 um 15:06 Uhr

5000 Quadratmeter als Parkanlage? Die Abgrenzung durch die Mülltonnen verdeutlicht: Der hintere Bereich der Liegewiese wird von den Badegästen nicht genutzt. Foto: sbr
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Obwohl die Freibadsaison besonders besucherstark war, wurde das 100 Meter breite und 50 Meter lange Gelände im hinteren Bereich der Liegewiese so gut wie gar nicht von Badegästen genutzt, das haben Beobachtungen durch das Personal der Hummetalbäder ergeben. Nun sollen diese zwei Morgen Land zwischen Stadion und Freibad zukünftig nicht nur eine Anbindung an die „Allee les Bleus“-Brücke über die Humme darstellen, sondern auch der Naherholung der Bevölkerung dienen. So stellen sich die Mitglieder des Ortsrates beispielsweise vor, unter dem großen Baum in der Mitte der zukünftigen öffentlichen Grünfläche einen gepflasterten Aufenthaltsplatz inklusive Sitzgelegenheiten entstehen zu lassen.

Um dort der Bevölkerung die Möglichkeit einzuräumen, auch einmal außerhalb des eigenen Grundstücks zu grillen, sollte neben einem Papierkorb auch eine feuerfeste Tonne aufgestellt werden, in der die mitgebrachte Holzkohle entsorgt werden kann, ging aus der Debatte im Ortsrat nach dem vorausgegangenen Ortstermin hervor.

„Wir fangen 2019 erst einmal an“, bremst Erster Gemeinderat Andreas Wittrock die Euphorie des Ortsrates ein wenig, schließlich müssen erst einmal Mittel zur Gestaltung in den kommenden Haushalt eingestellt werden. Vorrangig vor der attraktiven Ausstattung eines Aufenthaltsplatzes muss erst einmal ein Zaun samt Tor installiert werden, um die Außenbegrenzung des Freibadareals wiederherzustellen. Bis 2020 solle die Umgestaltungsmaßnahme dann komplett abgeschlossen sein, so die Einschätzung Wittrocks.

Noch keinen entscheidenden Schritt weiter ist der Ortsrat in Sachen Freiflächengestaltung am Marktplatz. Diese Maßnahme steckt schon seit Jahren in der Planungsphase fest. Auch hier soll eine öffentliche Grünfläche mit Naherholungscharakter entstehen, das sahen bereits die Entwürfe zur mittlerweile abgeschlossenen Altdorfsanierung vor. Allerdings scheiterte die Umsetzung im konkreten Fall letztlich am Geld. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Ortsrat für eine kleine und damit deutlich günstigere Lösung eventuell unter Einbeziehung der Schule im Hummetal ausgesprochen.

Aktuell hat Aerzens Ortsbürgermeister Dr. Thomas Forche Gespräche mit den Anliegern geführt, um auch deren Wünsche und Vorstellungen in die Planungen einer kleinen Lösung einfließen zu lassen. So wird beispielsweise neben der bereits geplanten Bepflanzung und den vorgesehenen Sitzgelegenheiten vonseiten der Nachbarschaft ein Sandkasten gewünscht, berichtet Dr. Forche. Ob die Schule im Hummetal noch mit im Boot ist, will der Ortsbürgermeister klären.



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