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Grupenhäger verkauft Figurensammlung ins Erzgebirge – nie angekommen

Verkauft, verschwunden, gefunden: Polizei sucht 1000 Weihnachtsmänner

Grupenhagen. Wer unterschlägt kurz vor Ostern eine Lastwagenladung Weihnachtsmänner? Dieser Frage geht die Polizei in Sachsen nach. Die abhandengekommenen Figuren stammen aus der Sammlung des Grupenhägers Peter Kluwe. Er hatte die Sammlung verkauft, angekommen ist sie aber bisher nicht.

veröffentlicht am 04.03.2016 um 15:28 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Gemeinsam mit seinen Studienfreunden Winfried Bornemann und dem mittlerweile verstorbenen Ronald Geyer hatte er über Jahrzehnte hinweg unzählige Figuren aus aller Welt zusammengetragen. Zwischenzeitlich war die skurrile Sammlung als Ausstellung in einem Geschäft in Grupenhagen zu bestaunen. Als diese Bleibe den Besitzer wechselte, drohte den Weihnachtsmännern die Obdachlosigkeit. Bornemann holte sie zu sich nach Osnabrück und gewährte ihnen in einem Lagerraum Asyl (wir berichteten). Nach langer Suche war es Bornemann und Kluwe in der Adventszeit vorigen Jahres gelungen, einen Käufer für die Sammlung zu finden, wie Kluwe erst jetzt berichtet. Eine Weihnachts-Erlebniswelt im Erzgebirge wollte mit den Exponaten die bestehende Ausstellung erweitern. „Genauso hatten wir uns die Zukunft unserer Sammlung vorgestellt“, erzählt Bornemann. Doch: Der Weg der Weihnachtsmänner führte nicht im Weihnachtsmuseum im Erzgebirge, sondern offensichtlich in einer Scheune irgendwo in Sachsen.

„Der Käufer hat die Sammlung mit einem großen Lkw von jemandem abholen lassen, der die Weihnachtsmänner nicht dahin gebracht hat, wohin sie sollten. Er ist mit der Ladung durchgebrannt“, schildert Kluwe. Als die Lieferung nach einer Woche nicht in der Erlebniswelt angekommen worden war, begann sich der Käufer Sorgen zu machen. Auf Nachfrage bei Bornemann erfuhr er, dass die Übergabe der Ware und des Kaufpreises reibungslos über die Bühne gegangen war. Allerdings war der Verkäufer bis zu dem Zeitpunkt der Ansicht gewesen, die Ware dem Geschäftspartner persönlich übergeben zu haben und nicht nur einem Boten.

Der Abholer ist samt Ware wie vom Erdboden verschwunden. Dabei handelt es sich bei einigen Exponaten um auffällige überlebensgroße Figuren. Der geprellte Käufer hat sich auf eigene Faust auf die Suche gemacht – und wurde in einer sächsischen Scheune fündig. Dort hatten die Herren in ihren überwiegend roten Roben offensichtlich das vergangene Weihnachtsfest unfreiwillig und ohne Kerzenglanz in einem ungeheizten Stall verbringen müssen.

Aus einer Glühweinlaune heraus entstand die Idee, Weihnachtsmänner zu sammeln. Mal traditionell oder wie hier eher skurril: Über 1000 Sammlerstücke kamen zusammen. sbr

Zwar konnte das Versteck ausfindig gemacht werden, aber leider war es verschlossen, sodass der rechtmäßige Eigentümer nicht auf seine Weihnachtsmänner zugreifen konnte, um ihnen die Freiheit zu schenken, ohne sich ebenfalls strafbar zu machen. Von seinem Partner, mit dem ihn bisher eine lockere touristische Zusammenarbeit verband, fehlt jede Spur.

Nun ist die Polizei eingeschaltet und ermittelt, auf welche Abwege die Weihnachtsmänner auf der Tour von Niedersachsen nach Sachsen geraten sind. Am Ende muss wohl ein Gericht entscheiden, vermutet Bornemann.



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