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Emmerthal will Ganztagsbetreuung in der Kita verstärken / Halbtagsangebote weniger gefragt

Veränderte Wünsche – geändertes Angebot

Emmerthal. Familien sollen sich in Emmerthal willkommen und unterstützt fühlen – auch deshalb hält die Gemeinde inzwischen 356 Plätze zur Betreuung von Kindern bis zum Schulalter bereit. Die Ausgestaltung des aktuellen Angebotes und die Nachfrage stimmen allerdings nicht überein, wie Bürgermeister Andreas Grossmann feststellt. Er verweist einerseits auf die auch in Emmerthal rückläufige Geburtenzahl, andererseits auf veränderte Wünsche bei den jungen Familien. „Während Halbtagsvormittagsplätze nur noch nachrangig nachgefragt werden, benötigen die Eltern, um Berufstätigkeit und Kinderbetreuung zu vereinbaren, Ganztagsbetreuungsangebote.“ Dies erklärt das Gemeindeoberhaupt mit Blick auf die Bedarfsanalyse zum neuen Kindergartenjahr, das am 1. August beginnt.

veröffentlicht am 04.03.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

VoN Marc Fisser
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Gestern hat das Bundeskabinett seinen Bericht zur Kinderbetreuung in Deutschland vorgelegt. Darin wird festgestellt, dass der Ausbau vorangeht, der Bedarf aber noch nicht gedeckt ist. 2013 war für alle Kinder unter drei Jahren der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz festgeschrieben worden. Emmerthal übererfüllt zwar die gesetzliche Quote und stellt für 35 Prozent der Jüngsten Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Nachfrage im Krippenbereich habe jedoch inzwischen einen Umfang von rund 45 Prozent erreicht, heißt es. Deshalb soll der Gemeinderat das DRK ermächtigen, zum August freie Plätze der Halbtags- oder Dreivierteltagsgruppen in Ganztagsgruppen umzuwandeln. Dies soll sowohl für die „Krabbelkinder“ wie auch für die Älteren gelten. Die Möglichkeit zur Aufstockung der Ganztagsplätze möchte Grossmann auf ein Jahr befristet sehen. Um mögliche Mehrkosten für die Gemeinde zumindest teilweise auszugleichen, soll die Nachmittagskleingruppe der DRK-Kita Neue Straße (zehn Plätze) Ende Juli dieses Jahres aufgegeben werden. Die Lokalpolitiker werden darüber heute unter dem Tagesordnungspunkt 7 im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen, Soziales und Kultur entscheiden. Die öffentliche Sitzung im Rathaus beginnt um 17 Uhr.

Im Einzugsgebiet der Emmerthaler Kindertagesstätten leben 219 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und 184, die jünger als drei Jahre sind. In

den DRK-Kindertagesstätten Neue Straße, Distelflecken, Grohnde, Hämelschenburg und Ilsetal sowie vom Kinderbetreuungsverein Emmern werden aktuell 286 Plätze für Mädchen und Jungen über drei Jahren (Ü3) und 70 für die Kleinsten (U3) angeboten.

Da in den vorhandenen dezentralen Kindertagesstätten teilweise noch freie Dreiviertel-

und Ganztagsplätze vorhanden sind, rät die Verwaltung, zunächst im Einzelfall zu prüfen, ob Erziehungsberechtigten statt ihrer Wunsch-Kita auch eine Ausweichkindertagesstätte angeboten werden kann“. Für die dann noch verbleibenden Familien sei gegebenenfalls eine aktuelle Halbtagsgruppe „im Kernbereich in eine Ganztagsgruppe zu verändern“. Es müsse im Auge behalten werden, bisherigen U3-Kinder den nahtlosen Wechsel in den Ü3-Bereich zu ermöglichen. Wichtig sei, die Überkapazitäten gering zu halten, um die Kosten zu begrenzen.

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