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Waldkindergarten: Pläne für neues Angebot stoßen auf einige Hürden / Gemeinde arbeitet an Lösung in Lüntorf

Unkomplizierte Lösung? Nicht ganz

EMMERTHAL. Die Pläne für einen Waldkindergarten in Emmerthal gestalten sich schwieriger als gedacht – und gerieten zeitweise ins Stocken. Von der ursprünglichen Idee, die Einrichtung am VTSV-Vereinsheim anzugliedern, habe sich die Verwaltung verabschiedet, arbeite aber an einer Alternative in Lüntorf, berichtete Susanne Jürgens als zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus.

veröffentlicht am 20.09.2018 um 15:51 Uhr

Nach wie vor im Trend: Waldkindergärten, wie hier beispielsweise in Hessen. In Emmerthal ist ein ähnliches Angebot geplant. Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Bevor die Planungen weiterverfolgt würden, hätte sie aber gerne zunächst das Okay der Politik – und die zeigt sich einverstanden.

Bekanntlich hatte die Gemeinde im Waldkindergarten eine kostengünstige Möglichkeit gesehen, das nicht ausreichende Angebote an Betreuungsplätzen zu erhöhen. Und zwar ohne hohe Investitionen in Gebäude. Günstiger sei es auf jeden Fall, warb Jürgens im zuständigen Fachausschuss des Rates. „Umsonst bekommen wir das aber nicht hin.“

Die Idee mit Hämelschenburg hatte zunächst großen Zuspruch gefunden. Beim Sportverein herrschte Entgegenkommen, den Kindern das Vereinsheim zur Verfügung zu stellen, um bei schlechtem Wetter ausweichen zu können. Allerdings: Gespräche mit drei verschiedenen Waldbesitzern scheiterten, weil sie teils erhöhte Sicherheitsforderungen erhoben hatten. Laut Jürgens sahen die Landesforsten das Thema offener, die in Lüntorf geeignete Flächen hätten. Und: Dort stünde ebenfalls ein Sportheim zur Verfügung. „Als Notunterkunft“ übrigens nur, wie Jürgens hervorhob. Denn das Landesjugendamt verbindet mit Waldkindergärten bestimmte Auflagen. So pragmatisch viele Emmerthaler bei sehr schlechtem Wetter eine feste Unterkunft gesehen hätten, so sehr hält die Landesbehörde an einem Bauwagen fest. Als weitere Vorschrift nennt sie, dass die Einrichtungen auf fünf Zeitstunden Betreuung beschränkt sein müssten. Was wenige Kilometer weiter im Lippischen mit ganztägigen Angeboten anders gesehen werde, sei in Niedersachsen begrenzt, erklärte Lieselotte Sievert von der Fachberatung der Emmerthaler DRK-Kindertagesstätten. Das werde auch von Eltern – sieben Interessenten gebe es derzeit für einen Waldkindergarten in Emmerthal – als problematisch bewertet. Sievert will deshalb die geplante Einrichtung an „einen anderen Kindergarten andocken“, wie sie mehr Flexibilität verspricht. Dass ein Bedarf vorhanden sei – und demnächst auch beim nächsten Jahrgang ausgelotet werden soll –, davon sind Jürgens und Sievert nach wie vor überzeugt.

Die Pläne seien weiterzuverfolgen, empfahl Rudolf Welzhofer (CDU) auch unter Hinweis auf fehlende Betreuungsplätze. Von einer „kreativen Lösung im Interesse der Eltern“ sprach Gabriele Kauert (Grüne). Ausschussvorsitzende Heike Schwiegmann fasste die Diskussion zusammen: „Ein Waldkindergarten würde unser Angebot wertvoll erweitern.“



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