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Nach Fahrerflucht: Emmerthaler in Zelle gesperrt

Unfallfahrer rastet total aus – Ermittler blutig geschlagen

Hagenohsen (ube). Ein 25 Jahre alter Emmerthaler, der im Verdacht steht, eine Fahrerflucht begangen zu haben, ist bei seiner Vernehmung in der Polizeiwache ausgerastet. Die Stimmung des zunächst „ruhigen und kooperativen Mannes“ sei ganz plötzlich umgeschlagen – er habe einen Hauptkommissar (57) mit der Faust angegriffen, blutig geschlagen und mehrere Kollegen beleidigt, sagte gestern Kommissar Dirk Barnert.

veröffentlicht am 11.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:21 Uhr

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Eine Streifenwagen-Besatzung aus Hameln war am Sonntag um 10.08 Uhr zu einem Verkehrsunfall nach Hagenohsen geschickt worden. „Auf dem Bückeberg ist ein Auto frontal gegen einen Baum geprallt“, lautete die Meldung. Die Einsatzbeamten fanden einen erheblich beschädigten Seat Ibiza. Jede Menge Trümmer lagen auf der Kreisstraße 50 und auf dem Grünstreifen. An einem Baum stellten die Ermittler frische Unfallspuren fest. Von dem Autofahrer fehlte allerdings jede Spur. Wie in solchen Fällen üblich, stellten die Beamten über eine Kennzeichenabfrage die Anschrift des Halters fest. Als die Polizisten an der Wohnungstür des 25-Jährigen klingelten, wurde ihnen geöffnet. Der junge Mann habe diverse leichte Verletzungen am Körper gehabt und zudem nach Alkohol gerochen, sagte Barnert. Deshalb sei er zur Dienststelle gebracht worden.

Erst dort entpuppte sich der anfangs nette Emmerthaler als äußerst aggressiv. Er rastete aus, war kaum zu bändigen. Polizisten überwältigten den Tobsüchtigen, legten ihm Handschellen an und sperrten ihn in eine Gewahrsamszelle. Dann forderten sie zur Entnahme einer Blutprobe einen Arzt an. Unklar ist noch, ob der mutmaßliche Verkehrsstraftäter ausschließlich Bier, Schnaps oder Wein getrunken hat. Aufgrund seines Verhaltens wäre es möglich, dass er auch unter dem Einfluss von Rauschgift oder Medikamenten stand. Die Ermittlungen ergaben, dass der 25-Jährige gar keinen Führerschein hat. Der junge Mann muss sich auf etwas gefasst machen: Gegen ihn wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Führerschein, Fahrerflucht, Widerstands gegen Polizeibeamte und Beleidigung ermittelt. „Die Strafverfahren sind eingeleitet, das Auto ist sichergestellt worden“, so Barnert.

Als Polizisten den Unfallort erreichten, stand der stark beschädigte Seat Ibiza bereits auf einer Feldzufahrt. Auf der K 50 lagen Trümmer. Feuerwehrleute aus Hagenohsen mussten Öl unschädlich machen.



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