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Nach langer Pause herrscht wieder Betrieb in den Börryer Räumen / Helmut Vasel betreut die Kinder

Und plötzlich ist der Treffpunkt wieder gefragt

Börry (gm). „Mal die Mucke aufdrehen, das ist echt cool“, erzählt der 13-jährige Lukas Batke aus Börry. Der Realschüler, der die siebte Klasse der Johann Comenius Schule in Emmerthal besucht, ist einer von zehn Jungen und Mädchen, die jetzt wieder einmal wöchentlich freitags den Börryer Jugendtreff mit Leben erfüllen. Seit Mitte 2007 ruhte die offene Jugendarbeit in Börry, weil altersbedingt keine Nachfrage mehr nach dem öffentlichen Treffpunkt im Ort bestand.

veröffentlicht am 27.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

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„Die damaligen Jugendlichen, die kurz zuvor ihre Räumlichkeiten noch renoviert hatten, waren über die Jahre älter geworden und dadurch auch mobiler“, erinnert sich Emmerthals Jugendpfleger Henning Bergmann. „Mit dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums ergeben sich zwangsläufig andere Interessen“, weiß er auch aus Erfahrung als vierfacher Familienvater. Seit Ende November werden die Räumlichkeiten in der Frenker Straße aber wieder einmal wöchentlich, bislang noch unter Aufsicht, von der Nachfolgegeneration genutzt.

Initiiert hat das der Börryer Helmut Vasel, der die Kinder einfach auf der Straße angesprochen und sie über die Möglichkeiten der Raumnutzung im ruhenden Jugendtreff informiert hatte. „Die regelmäßigen Besucher sind zwischen 11 und 13 Jahren jung und gerade auf dem Sprung vom Kind zum Jugendlichen“, informiert Vasel, der zurzeit ehrenamtlich als Interimsbetreuer fungiert.

Helmut Vasel schließt freitags um 18 Uhr den Jugendtreff auf, schaut zwischendurch mal nach dem Rechten und schließt die Räumlichkeiten zwischen 20.30 und 21 Uhr auch wieder ab. „Die Arbeit mit der Clique macht mir richtig Spaß“, betont der Postbeamte. „In dem Alter kann man die Mädchen und Jungen noch ein bisschen anleiten und steuern.“

Laute Musik hören, rumtoben und einfach nur mal abhängen – das ist natürlich gefragt, aber es gab auch schon eine erste gemeinsame Aktivität. „Wir haben ganz alleine Spaghetti mit Tomatensoße gekocht“, erzählt die elfjährige Leonie Schmidt aus Latferde, die von ihren Eltern immer nach Börry gefahren und auch wieder abgeholt wird. „Jeder von uns hat hier auch seine Aufgaben“, informiert die Sechstklässlerin, die ebenfalls die Emmerthaler Realschule besucht.

Neben einer Anwesenheitsliste führt Helmut Vasel auch einen Küchenreinigungsdienstplan, an den sich sogar alle Kinder halten. „Das ist ganz locker hier“, schmunzelt Leonie, „wenn wir die Küche einsauen, müssen wir sie genauso wie zu Hause auch wieder aufräumen“. Nach und nach und von allen Einzelnen Verantwortung für die Gruppe und das Inventar zu übernehmen, ist das angesagte Ziel vom Sozialpädagogen und Jugendpfleger Henning Bergmann. „Wir werden unsere derzeitigen Vorgaben Schritt für Schritt lockern, um den Kids langfristig die Benutzung des Jugendtreffs in Eigenregie zu übertragen“, unterstreicht Bergmann, der seit Juni 2001 für die offene Jugendarbeit in allen vier Emmerthaler Ortschaften verantwortlich ist.

Mit Beginn des kommenden Jahres planen Bergmann und Vasel einen Infoabend für die Eltern, für das Frühjahr ist eine offizielle Neueröffnungsparty für alle interessierten Kinder, Jugendlichen und Erziehungsberechtigten vorgesehen.

Freuen sich über ihre Räumlichkeiten: Vor allem Kinder zwischen 11 und 13 Jahren nutzen jetzt den Jugendtreff.

Foto: gm



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