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Behörden befassen sich erneut mit Baustellenregelung / Nur wenige Ausnahmen

Umstrittene Sperrung in Amelgatzen bleibt

EMMERTHAL. Trotz der Proteste gegen die gesperrten Straßen in Amelgatzen halten die beteiligten Behörden an der seit Freitag geltenden Regelung fest. Die Straßen Birkenweg, der Schlesierweg und der Koppelweg sind seitdem nur noch für Anlieger befahrbar, für alle anderen Verkehrsteilnehmer gelten die Umleitungen.

veröffentlicht am 24.01.2018 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 24.01.2018 um 18:30 Uhr

Durchfahrt verboten heißt es weiter in drei Straßen. Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Ausnahmen gebe es nur für ÖPNV, Taxen und besondere Härtefälle, teilte am Mittwoch die Pressestelle des Landkreises mit.

Zuvor hätten sich Landrat Tjark Bartels, Bürgermeister Andreas Grossmann, Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Polizeiinspektion sowie die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises am Dienstag erneut mit dem Thema befasst. Beispielsweise hatten Einwohner in einem Schreiben an den Landrat und per Online-Petition Ausnahmen für Amelgatzen und die benachbarten Orte Hanebülten, Welsede, Hämelschenburg und Gellersen gefordert. „Rechtlich nicht zulässig“, heißt es dazu aus dem Kreishaus.

„Jede Erwartung, die wir erfüllen, enttäuscht eine andere“, erklärte dazu der Landrat. „Wir wollen eine Lösung, die rechtlich sauber ist und mit der alle Beteiligten ein Jahr leben können. Dafür müssen auf allen Seiten Kompromisse eingegangen werden.“

Laut Andreas Stemme, Leiter des Straßenverkehrsamtes, seien die Ausnahmen für die „Anlieger frei“-Regelung sehr begrenzt. Zeitlicher Mehraufwand sei dabei kein Grund. Nur für besonders gelagerte Fälle könne eine Ausnahme beantragt werden. „Hierzu muss schlüssig gemacht werden, dass die zeitliche Mehrbelastung zu einer konkreten und unmittelbaren Gefährdung erheblicher Rechtsgüter führt“, erklärte Stemme. Würden die Straßen komplett freigegeben, komme es zu enormen Wartezeiten. Konsequenzen, wie es in der Mitteilung heißt: „Die Autofahrer verbrauchen mindestens so viel Sprit und Zeit wie auf der Umleitungsstrecke, die Busse kommen nicht mehr durch, die Gefährdung für Fußgänger und Schulkinder steigt und für die Anlieger ist die Situation ein Jahr unerträglich.“

Die Polizei hat am Dienstag erstmals wie angekündigt in Amelgatzen Kontrollen durchgeführt. Wie Polizeihauptkommissar Jens Petersen auf Nachfrage berichtet, hätten die Kollegen ab 16.15 Uhr die Verkehrsregelung überprüft. Petersen: „In den eineinhalb Stunden konnten 27 Verstöße gegen das bestehende Durchfahrtsverbot festgestellt und entsprechend geahndet werden.“ cb

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