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Verkehr in Amelgatzen nimmt wieder zu

Umleitung: Nur Appelle reichen nicht

AMELGATZEN. Die Öffnung der vorübergehend nur für Anlieger zugelassenen Straßen in Amelgatzen führt wieder zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Statt die empfohlenen Umleitungen über Grohnde und den Grießemer Berg zu nutzen, würden viele Autofahrer durch den Ort fahren, sagt Ortsbürgermeister Helmut Brinkmann (SPD).

veröffentlicht am 21.02.2018 um 13:41 Uhr

Die Verkehrssituation spitzt sich wieder zu, wie der Ortsbürgermeister beklagt. Foto: dAna
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Von 3000 Autos täglich spricht er. Er wisse um die wichtige Verbindung für Pendler, aber auch für die Einwohner innerhalb der Ortschaft, wobei die Sperrung der Landesstraße Beeinträchtigen für alle mit sich bringe. „Jetzt gilt es, diese Beeinträchtigungen möglichst gerecht unter allen Beteiligten zu verteilen“, teilt er mit.

Als Ortsbürgermeister versuche er, möglichst viele Interessen zu berücksichtigen. Nach wie vor halte er den Antrag seiner SPD-Ortsratsfraktion, die Anliegerzelle zu erweitern, für die sinnvollste Lösung, doch sei der Vorschlag leider rechtlich nicht durchsetzbar, meint Brinkmann. Bekanntlich hatte der Landkreis die frühere Anordnung der Straßenverkehrsbehörde aufgehoben. Landrat Tjark Bartels hatte sich dazu selbst zu Wort gemeldet. Die Lösung funktioniere nur, so sein Appell, „wenn die Autofahrer freiwillig möglichst häufig die Umleitung nutzen“.

Appelle alleine reichen offenbar nicht. Nun gelte es noch einmal zu verdeutlichen, dass es für jeden Einzelnen zumutbare und unzumutbare Lösungen gebe, meint Brinkmann. Zumutbar sei es, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen – Brinkmann: „Ich fahre selbst jeden Tag zur Arbeit von Welsede nach Hameln über Grohnde und zurück“. Zumutbar sei auch ein etwas erhöhtes Verkehrsaufkommen in Koppelweg und Birkenweg. Doch: Für unzumutbar hält der Ortsbürgermeister allerdings 3000 Fahrzeuge durch Amelgatzens Oberdorf, ein Schulweg übrigens. Hinzu komme, dass die Brücke laut Gutachten nur in einem „noch ausreichenden“ Zustand sei. Unzumutbar sei auch, dass sich Verkehrsteilnehmer, die sich an die Regeln hielten, von anderen beschimpft, abgedrängt oder überholt würden.

Als Ortsbürgermeister könne er nur an alle appellieren, sich an die Vorschriften zu halten – und die Umleitungen zu nutzen, die eher für diese zusätzlichen Verkehrsbelastungen ausgelegt seien. Gleichzeitig teilt er mit, dass es für die ortsansässigen Landwirte eine Lösung über Einzelgenehmigungen geben werde, um die Gemeindestraßen trotz Gewichtsbegrenzung zu nutzen. Brinkmann: „Der landwirtschaftliche Fernverkehr muss weiter die Umleitungstrecken benutzen.“

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