weather-image
13°

Verein stellt Antrag an die Gemeinde Aerzen

TSV will Sportheim sanieren

GROSS BERKEL. Der TSV Groß Berkel will das Sportheim wieder in Eigenregie führen und das Gebäude gleichzeitig sanieren. Der Verein hat dazu einen Antrag an die Gemeinde Aerzen gestellt.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 16:28 Uhr
aktualisiert am 07.04.2019 um 19:40 Uhr

Sollte der Hartplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden, steht das Groß Berkeler Sportheim in einem ganz anderen Fokus als heute. Foto: sbr
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Betrieb des Sportheims des TSV Groß Berkel hätte den Verein beinahe in den Ruin getrieben. Tief in den roten Zahlen steckend hatte der Sportverein – als letzte Konsequenz, um die drohende Insolvenz abzuwenden – das Gebäude vor drei Jahren an den Flecken Aerzen zurückgegeben. Das Gebäude beherbergt auf zwei Etagen neben dem Umkleidebereich samt Sanitäranlagen eine Gastronomie sowie Wohnraum.

Mittlerweile hat sich der Groß Berkeler Sportverein von seiner finanziellen Schieflage erholt und schreibt wieder schwarze Zahlen, wie der Vorsitzende Artur Zenker und der Kassierer Sebastian Hinz erklären. Unter der neuen Führung gelang nicht nur die Sanierung der Vereinsfinanzen, es entstand auch der Wunsch, das Sportheim wieder in Eigenregie zu führen und es gleichzeitig zu sanieren.

In Sofortmaßnahmen würde der Sportverein eigenen Angaben zufolge einen mittleren vierstelligen Betrag sowie nicht unerhebliche Eigenleistungen der Mitglieder investieren. Die Vereinsführung stellte nicht nur beim Flecken einen entsprechenden Antrag, sie übermittelte ihr Anliegen auch an Groß Berkels Ortsratsmitglied Christoph Sommer (SPD), der die Vereinsvorstellungen im Rahmen der Ortsratssitzung vortrug. In dem Antrag auf Nutzung der Gaststätte heißt es unter anderem: „Zusage der Gemeinde auf Nutzung des gesamten Gebäudes – außer der Wohnung – weit über den Zeitraum 2020 hinaus, um Stück für Stück Renovierungen vorzunehmen.“ Für die Zeit der Renovierung beantragt der TSV die kostenlose Nutzung der Gaststätte. Die soll allerdings nicht mehr im klassischen Sinn genutzt werden. Vielmehr soll es ein Versammlungs- und Aufenthaltsraum werden mit der Möglichkeit, sich selbst zu versorgen. Nach der Fertigstellung möchte der Sportverein die Räumlichkeiten für Vorstands- und Spartensitzungen, Jahreshauptversammlungen und Weihnachtsfeiern nutzen. Die private Nutzung und Vermietung sei ausgeschlossen, heißt es in der Erklärung weiter. Auch andere Vereine sollen nach Wunsch des TSV die Möglichkeit haben, die ehemalige Gaststätte für Vereinsaktivitäten zu nutzen. Allerdings würden die dadurch anfallenden Nebenkosten für Strom, Wasser, Gas, Reinigung und Hausmeisterleistungen den Nutzern in Rechnung gestellt, so die Vorstellung des TSV.

TSV-Vorsitzender Artur Zenker: „Wir schreiben wieder schwarze Zahlen.“ Foto: sbr

Sommer sieht den Verein auf einem guten Weg und hält den Antrag für einen guten Ansatz. „Der TSV zeigt ehrenamtlich viel Initiative und bringt sich in die Dorfgemeinschaft ein“, so sein Eindruck. Er persönlich befürwortet den gestellten Antrag.

Der Antrag auf Rückübertragung der Räumlichkeiten an den TSV ist nicht der einzige, der dem Flecken Aerzen vorliegt, wie Erster Gemeinderat Andreas Wittrock erklärt. Insgesamt haben vier Vereine Interesse bekundet. Ein Gebäudenutzungsantrag allerdings scheidet unter anderem aus Gründen des Brandschutzes von vornherein aus: Der Verein wollte das Gebäude als Lagerraum umfunktionieren. Und noch ein Aspekt wiegt schwer: „Sollte sich die Politik für den von allen Aerzener Fußballvereinen beantragten Kunstrasenplatz aussprechen, wird dafür mit Sicherheit kein intakter Naturrasenplatz in eine Plastikwiese umgewandet“, erklärt Wittrock. „Der Hartplatz in Groß Berkel bietet bereits vom Untergrund her die besten Voraussetzungen für eine Umgestaltung, was auch dazu beitragen würde, die Gesamtkosten des Projekts zu minimieren. Damit würden dann auch das dort angesiedelte Vereinsheim und seine Nutzung in einem ganz anderen Fokus stehen“, erläutert Wittrock weiter. Bevor allerdings eine endültige Entscheidung gefällt werden kann, müssen noch andere Rahmenbedingungen abgeklärt werden, heißt es vonseiten der Gemeinde. Dabei spielt auch die Lage des Platzes samt Sportheim in einem allgemeinen Wohngebiet eine Rolle. Ortsratsmitglied Friedel-Curt Redeker (CDU) sieht den Sanierungsbedarf beim Groß Berkeler Sportheim und begrüßt die TSV-Initiative. Eine mögliche Umrüstung des Hartplatzes in ein Kunstrasenspielfeld bezeichnet auch er als zusätzliche Aufwertung des Sportheims.

Ende April wird es eine Zusammenkunft aller an einer Nutzung des Sportheims interessierten Vereine geben, um gemeinsam mit dem Flecken Aerzen eine zukunftsorientierte Lösung zu finden, die dann auch zeitnah umgesetzt werden soll, wie der Erste Gemeinderat weiter erklärt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?