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Gemeinde will an Symbolpolitik festhalten

Trotz Mehrkosten: Vorfahrt für Ökostrom

EMMERTHAL. Konventioneller Strom oder erneuerbare Energien? Über die Stromleitung bis zur Steckdose lassen sie sich bekanntlich nicht unterscheiden. Außer gegebenenfalls bei der Rechnung. Und so war es doch die einfache Wahrheit des Ratspolitikers Friedrich-Günther Leppel, um den Symbolcharakter auf den Punkt zu bringen, der sich letztlich nur auf den Preis auswirkt.

veröffentlicht am 11.02.2019 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 11.02.2019 um 17:30 Uhr

Erneuerbare und konventionelle Energieerzeugung in direkter Nachbarschaft – die Gemeinde setzt auf Naturstrom. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Den Unterschied kann ich nicht erkennen“, meinte der Christdemokrat, selbst übrigens Nutznießer des Windparks, über Ökostrom im Vergleich zum Kernkraftwerk, das ja noch einige Zeit am Netz sei. Womit ihm die Gemeindeverwaltung vom Prinzip her recht gab, allerdings: Die Vorfahrt für die Erneuerbaren mit Mehrkosten würden auf einem Beschluss der Politik beruhen.

Sie hätte sich „dem Umweltschutz verpflichtet“, als die Gemeinde dem Klimabündnis beigetreten sei, erklärte der für die Finanzen verantwortliche Fachbereichsleiter Olaf Schmidt. Und so wiederholte es die Verwaltung in der Beschlussvorlage: Mit dem Bezug von Ökostrom könnte die Gemeinde – wie bereits in den Vorjahren – im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem gesamtgesellschaftlichen Auftrag nachkommen, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern. Es summiert sich bei einer Gemeinde im Vergleich zu Privathaushalten. Von der Straßenbeleuchtung über kommunale Gebäude und Hallenbad bis zur Kläranlage – der Stromverbrauch der Gemeinde ist hoch. Schon ein minimaler Anstieg der Kosten wegen eines verteuerten Zertifizierungsverfahrens für Ökostrom könnte zusätzlich die Kassen mit 10 000 Euro jährlich belasten.

Und da könnte man schon einmal nachfragen, meinte Rudolf Welzhofer (CDU) unter Hinweis darauf, dass die Politik sonst an vielen Punkten sparen müsse. Zumindest: Der zuständige Ausschuss hält einstimmig an der Linie fest, trotzdem Ökostrom zu beziehen. Zu der Entscheidung trug bei, dass sich Emmerthal an einer durch die „Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft“ durchgeführten Ausschreibung für den Strombezug beteiligt. Gemeinsam mit dem Landkreis und anderen benachbarten Kommunen – und die wollen laut Verwaltung am Ökostrom festhalten.



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