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Ausschuss empfiehlt Zusammenlegung der Ortswehren

Trotz Kritik: Weichenstellung für Feuerwehr-Fusion

EMMERTHAL. Die Ortsfeuerwehren Amelgatzen, Hämelschenburg und Welsede sollen zusammengelegt werden. Das empfiehlt der Ausschuss für Ordnung, Liegenschaften, Brandschutz und Bauen in seiner jüngsten Sitzung.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 17:10 Uhr

Die Ortsfeuerwehren Amelgatzen, Hämelschenburg und Welsede sollen fusionieren. Foto dpa
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Burkhard Reimer Reporter
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Zwar war es den Verantwortlichen bis zum Schluss nicht gelungen, zu einer einvernehmlichen Regelung zu finden, dennoch aber gab es lediglich das „Nein“ von Helmut Brinkmann. Alle übrigen Mitglieder des Ausschusses für Ordnung, Liegenschaften, Brandschutz und Bauen stimmten im Verlauf ihrer Sitzung am Donnerstagabend dem von der Verwaltung vorgelegten Vorschlag zu. Darin wird dem Rat der Gemeinde Emmerthal unter anderem empfohlen, die Zusammenlegung der Ortsfeuerwehren Amelgatzen, Hämelschenburg und Welsede zu beschließen und damit gleichzeitig auch den Weg freizumachen zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses für die dann neu zu gründende Stützpunktfeuerwehr in Amelgatzen.

Erster Gemeinderat Elmar Günzel hatte zuvor noch einmal in Kurzform die vorangegangenen Beratungen des seinerzeit eigens zu diesem Zweck einberufenen Arbeitskreises Revue passieren lassen. Dabei wies er ausdrücklich darauf hin, dass die nun vorgelegte Beschlussempfehlung zwar nicht den Wünschen aller drei Ortswehren entspreche, seitens des Arbeitskreises jedoch „einvernehmlich die für die Zukunft des Brandschutzes im Bereich der drei Ortsteile beste Lösung darstellt“.

Hintergrund ist, dass – wie bereits mehrfach berichtet – die bestehenden Gebäude in Amelgatzen, Hämelschenburg und Welsede den an Feuerwehrhäuser gestellten Anforderungen nicht länger genügen und eine Sanierung aus wirtschaftlicher Sicht nicht zu rechtfertigen wäre – was übrigens auch dem Ergebnis eines dazu erstellten Gutachtens entspricht.

Ein Name für die neue Wehr solle, wie es im Beschlussvorschlag weiter heißt, „zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt“ werden. Gleiches soll für die Lage, Gestaltung und Ausstattung des neuen Feuerwehrhauses gelten.

Helmut Brinkmann meldete sich nicht nur als Ausschussmitglied, sondern auch aus der Sicht des Ortsbürgermeisters von Amelgatzen mit seinen Ortsteilen Hämelschenburg und Welsede zu Wort. Er begründete seine Ablehnung unter anderem damit, dass „hier nicht einfach die Zusammenlegung von drei Ortsfeuerwehren, sondern vielmehr deren Auflösung beschlossen werden soll“. Nicht zuletzt werde das erhebliche Verluste für das kulturelle Leben in den drei Ortsteilen nach sich ziehen, führte er aus. Auch seien seiner Ansicht nach mögliche Alternativen – unter anderem nannte Brinkmann hierzu die „Zusammenlegung der Kita und der Feuerwehr in Hämelschenburg unter einem Dach“ – nicht ausreichend in Betracht gezogen worden. Ebenso fehlten bisher konkrete Aussagen über die Nachnutzung der drei vorhandenen Feuerwehrgebäude. „Aber das Schlimmste ist,“ so Brinkmann abschließend, „dass wir alle noch vor kurzer Zeit gesagt haben, wir würden keine Feuerwehr zumachen.“

Das alles sei sehr wohl im Verlauf der intensiven Beratungen des Arbeitskreises in Betracht gezogen worden, hielt der Ausschussvorsitzende Ralf-Ulrich Böhm dagegen, und auch Ausschussmitglied Ernst Nitschke wollte der Argumentation Brinkmanns nicht folgen. Er verwies er hinsichtlich der Nachnutzungsfrage darauf, dass es derzeit lediglich um einen Grundsatzbeschluss für den Neubau eines Feuerwehrhauses gehe. „Jetzt nochmals Lunten zu legen und neue Fässer aufzumachen“, erklärte er, könne sich nur kontraproduktiv auf das weitere Prozedere auswirken.



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