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Emmerthaler können von höheren Überschüssen profitieren

Trinkwasser: Gemeinde schraubt Gebühren wieder etwas runter

EMMERTHAL. Diese Entwicklung spart den Einwohnern bares Geld: Die Emmerthaler können mit niedrigeren Kosten für Trinkwasser rechnen, als zunächst zu erwarten gewesen wäre. Die Erhöhung pro Kubikmeter fällt im nächsten Jahr um zehn Cent niedriger aus. Grund sind die hohen Überschüsse im Jahr 2016.

veröffentlicht am 24.10.2017 um 14:29 Uhr

Seit vergangenem Dezember erlebt Emmerthal immer wieder Debatten um die Gebühren. Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Kennt die Gebührenspirale immer nur eine Richtung nach oben? Nicht immer. Zwar war im Sommer beschlossen worden, die Gebühren ab 2018 zu erhöhen, doch fällt der Schritt nun deutlich geringer aus als geplant. Grund: Die Finanzen stellen sich besser dar – die Kosten pro Kubikmeter Wasser sollen nur um 3 statt 13 Cent steigen. Mit dieser Entwicklung leitet sich eine weitere Kehrtwende ein, nachdem die Gebühren die Emmerthaler Politiker immer wieder – auch unter dem Druck des Landkreises als Wächter über die Finanzen der Gemeinde – beschäftigt haben. Die Abwassergebühren sollen aber wie angekündigt erhöht werden.

„Das ist ja nicht so oft, dass wir was verteilen können“, sprach Oliver Gockel (SPD), der die Sitzung des Fachausschusses leitete, von einem sehr erfreulichen Ergebnis, das einstimmig unterstützt wurde. Zuvor war der Jahresabschluss 2016 für die Gemeindewerke vorgestellt worden, die für Trinkwasser und Abwasser zuständig sind. Dabei war ein bilanzieller Jahresüberschuss in Höhe von 557 000 Euro erwirtschaftet worden. Jochen Mischer von der Kanzlei Hinrichs Wiedeking Partner (Detmold) hatte die Zahlen im Detail erläutert.

Bekanntlich hatte es zuletzt mehrfach politische Debatten um höhere Gebühren gegeben. Der ursprüngliche Vorschlag der Verwaltung, die Bürger bereits ab diesem Jahr stärker zur Kasse zu bitten und damit der Forderung des Landkreises zu entsprechen, hatte die Gruppe aus CDU und FWE abgelehnt. Schließlich gab es im Sommer die Entscheidung, die ab 2018 gelten sollte und Mehrbelastungen für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt in Höhe von 90 Euro per anno bedeutet hätte. CDU und FWE sagten bereits damals, dass sie im Herbst von einer Rücknahme dieser Entscheidung ausgehen würden.

Der im Rathaus für die Finanzen zuständige Kämmerer Olaf Schmidt warnte am Montag davor, dass die für 2016 erfreulichen Überschüsse darauf schließen ließen, dass dies für Folgejahre ebenso gelte. Das positive Ergebnis resultiere vor allem aus einem höheren Wasserverbrauch, geringeren Zinszahlungen und der nicht ausgezahlten Eigenkapitalverzinsung. Teilweise handele es sich um Einmaleffekte, auch „wenn wir permanent kritisch schauen“, meinte er mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung. „Der rote Faden ist in unserem Handeln erkennbar“, sagte Schmidt. „Auf gutem Wege“ seien die Gemeindewerke, sagte Rudolf Welzhofer (CDU). Doch: Das letzte Wort sieht er nicht gesprochen, verwies er auf mögliche Ergebnisse eines Arbeitskreises. Für ihn sei es „aber ein fader Beigeschmack“, dass der Verwaltung schon im Sommer die Zahlen hätten bekannt sein müssen. Ein Vorwurf, den der Kämmerer zurückwies: „Das ist etwas unfair.“

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