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Emmerthaler Politiker sprechen mit einer Stimme / Lehrerkollegien legen erste Ergebnisse vor

Trendwende beim Bildungshaus

Emmerthal. Abgesehen von kleinen Spitzen: So viel Einigkeit war selten bei den Emmerthaler Kommunalpolitikern, das Thema Bildungshaus frei von politischen Schärfen zu diskutieren. Übereinstimmend würdigten sie die Vorbereitungen der Lehrerkollegien von Grundschule sowie Haupt- und Realschule, die tags zuvor gemeinsam getagt hatten. Gleichzeitig forderte der zuständige Fachausschuss einstimmig die Gemeindeverwaltung auf, mit allen Beteiligten ein Gespräch zum Gesamtkonzept zur Schulplanung zu führen. Mit eingebunden sein soll auch der Landkreis als Träger der Johann-Comenius-Schule. Für die benachbarten Schulen soll laut Antrag ein gemeinsames Nutzungskonzept erstellt werden. Ziel: Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an beiden Standorten sollten gebündelt werden.

veröffentlicht am 03.02.2016 um 17:43 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Zuvor hatten die Verantwortlichen der beiden Schulen betont, dass die Planungen weit gediehen seien. Schulleiter Günter Ehling sagte, dass es schon eine Kooperationsvereinbarung mit konkreten Punkten gebe. Bei der gemeinsamen Fortbildung der Kollegien sei Konsens erzielt worden zu fünf verschiedenen Punkten, die zu Beginn des neuen Schuljahres aufgenommen würden. „Wir sind konzeptionell einen großen Schritt vorangekommen“, sagte der Leiter der Grundschule, die bislang mit der Kita das Bildungshauskonzept umsetzt. Bekanntlich soll es nun bis zur zehnten Klasse erweitert werden, um die Zukunft der Johann-Comenius-Schule langfristig zu sichern. Was bislang fehle, sei das von der Politik eingeforderte schriftliche Gesamtkonzept, räumte Ehling ein. Aber: Aus der Erfahrung zur Startphase mit Grundschule und Kita sei es wichtig, die Zusammenarbeit zunächst im Alltag zu erproben und „dann in ein Konzept zu gießen“. Dafür werde auch nun für die Erweiterung auf die Haupt- und Realschule Zeit eingefordert, „um etwas Greifbares zu bekommen“, sagte Ehling.

Rudolf Langer als kommissarischer Leiter der Johann-Comenius-Schule berichtete „von großen Schnittmengen“ beider Kollegien, wie sich bei der Fortbildung gezeigt habe. Als konkrete Punkte der Zusammenarbeit nannte er beispielsweise die Arbeit mit Flüchtlingskindern, Angebote im Ganztagsbereich oder ein gemeinsames Leitbild. Langer warb ebenfalls um Geduld, bis ein komplettes Gesamtkonzept vorliege. „Das ist ein Prozess“, sagte er – aber mit positiven Vorzeichen: „Bei vielen Kollegen merkt man die Aufbruchstimmung.“

Den Eindruck bekräftigte Bürgermeister Andreas Grossmann, der in dieser Woche gemeinsam mit Kreisrätin Petra Broistedt die Abschlusspräsentation der Lehrerfortbildung besucht hatte. „Ich kann nur bestätigen: Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Grossmann. Thomas Jürgens (Grüne), der gleichzeitig dem Kreistag angehört, bezeichnete die Aussagen der Schulleitungen als „vielversprechend“. „Zeit haben Sie noch.“ Wunsch sei es, dass alle gemeinsam auf einer Zielgeraden ankommen würden. „Hausaufgaben haben auch noch andere zu machen“, sagte Jürgens – das sei ja Inhalt des Antrages von SPD und Grünen.

Dieser fand einhellige Unterstützung der Opposition aus CDU und FWE. „Ein Antrag, den wir außerordentlich befürworten“, sagte Christdemokrat Matthias Koch. Aus gutem Grund: Eine ähnliche Forderung habe schließlich Gruppensprecher Rudolf Welzhofer (CDU) im vergangenen Jahr erhoben, dass sich alle gemeinsam an einen Tisch setzen müssten. Koch: „Ihre Hausaufgaben müssen nicht nur die Schulen machen – dort wird seit Jahren eine gute Arbeit geleistet.“



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