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Vier Städte und Gemeinden der Region schließen sich zu neuem Tourismusverband zusammen

Traumhochzeit im westlichen Weserbergland

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veröffentlicht am 25.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

Die Bürgermeister Krüger, Wagner, Buchholz und Priemer vor der Vertragsunterzeichnung im Trauzimmer der Domänenburg Foto: jch
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Jobst Christian Höche

Aerzen. Im Trauzimmer der Aerzener Domänenburg ist eingeheizt, während draußen der erste Schnee des Jahres langsam das Pflaster im Burginnenhof in Weiß hüllt. Die perfekte Kulisse für eine Hochzeit. Merkwürdig ist nur das Brautpaar: Gleich vier Männer bekräftigen per Unterschrift, die Zukunft miteinander verbringen zu wollen. Aber: nicht die private, sondern die berufliche und zwar im Bereich Tourismus. Und die Trauung findet nicht vor Gott, sondern vor den Augen des Dachverbandes des Weserbergland-Tourismus e.V. und den Vertretern der Landkreise statt.

Zu den Hochzeitsgästen zählt auch Petra Wegener vom Weserbergland-Tourismus e.V. Voller Lob für die gute Zusammenarbeit und die ersten erkennbaren Verbesserungen bei den touristischen Angeboten in der Region, gratuliert sie den Bürgermeistern aus Rinteln, Hessisch Oldendorf, Auetal und Aerzen.

Anders als bei einer echten Ehe, wird der Zustand der frisch Vermählten nach den ersten drei Jahren ihrer Zusammenarbeit durch den Dachverband und die Kommunen überprüft. Sollte sich dann herausstellen, dass es kriselt, wird jeder Einzelne wieder seiner Wege gehen – auch das ist Bestandteil des unterschriebenen Vertrages.

Die Hochzeit kam nicht aus heiterem Himmel, denn Hessisch Oldendorf und Rinteln arbeiten in diesem Bereich bereits seit 2007 eng zusammen. Seit 2010 sind Auetal und Aerzen auch an der Kooperation beteiligt. So solle Bürokratie abgebaut werden, sollen neue gemeinsame Projekte leichter in Angriff genommen werden können, sagte Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Der Zusammenschluss ist jetzt institutionalisiert, wird zum Zweckverband.

Dieser bezieht gemeinsame Räumlichkeiten am Marktplatz in Rinteln, der größten Stadt des Viererbundes. Ab dem 1. Januar öffnet dort die zentrale Stelle für Tourismusangelegenheiten im westlichen Weserbergland.

Der Zweckverband entsteht unter dem Dach des Weserberglandtourismus e.V. und soll jetzt Ideen und Produkte entwickeln, um die Region für den Tourismus attraktiver zu machen. Der Dachverband wird sich dann um die Vermarktung dieser Produkte im Inland und im benachbarten Ausland kümmern.

„Wir bündeln jetzt die Kräfte“, sagt Bernhard Wagner nach der Unterzeichnung und weist auf die neuen, vereinfachten Möglichkeiten der Zusammenarbeit hin. Thomas Priemer, Bürgermeister der Gemeinde Auetal, unterstreicht, dass sich alle vier Partner, ungeachtet der Größe ihrer Gemeinden, auf Augenhöhe begegnen. Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Kluge führt dazu weiter aus, dass dies auch für das Verhältnis der Stimmverteilung des neuen Gremiums bei Entscheidungen gelte.

Das neu entstandene Zentrum für interkommunale Zusammenarbeit – so der Fachbegriff für das Tourismuszentrum in Rinteln – soll in der Zukunft nicht alleine bleiben. Zurzeit entsteht ein weiteres Zentrum im Uslarer Land, darüber hinaus sind im Schaumburger Land, in der Region Holzminden und im östlichen Weserbergland weitere Zentren geplant.



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