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Bei der Revision im AKW Grohnde im April sollen sie laut Betreiber noch nicht zum Einsatz kommen

Transport von Mox-Brennelementen genehmigt

Emmerthal (cb). Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den Transport der bei Kritikern umstrittenen Mox-Brennelemente von der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield nach Grohnde genehmigt. Das hat das BfS gestern auf Nachfrage bestätigt. Allerdings: Der Einsatz der Mox-Brennelemente sei in der bevorstehenden Revision am Atomkraftwerk Grohnde nicht vorgesehen, meinte auf Nachfrage Dr. Petra Uhlmann, Sprecherin von e.on Kernkraft. Der Reaktor solle am 5. April runtergefahren werden; während der Revision erfolgt auch der Brennelementewechsel. „Die Transportplanungen werden gegenwärtig mit den beteiligten Sicherheitsbehörden abgestimmt“, teilte sie mit. Zu Terminen könnten keine Angaben gemacht werden.

veröffentlicht am 31.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Mox-Brennelemente sind bei AKW-Gegnern wegen der möglichen Gefahren durch Plutonium umstritten. Sie hatten deshalb mit Blick auf mögliche Transporte Proteste angekündigt. Das BfS hat nach eigenen Angaben am 29. Februar eine Genehmigung für den Transport von Mox-Brennelementen von Sellafield nach Grohnde erteilt. Die Genehmigung sei befristet bis zum 31. Dezember. „Ob und zu welchem Zeitpunkt ein Transport stattfindet, liegt in der Verantwortung des Genehmigungsinhabers und muss mit den Innenministerien der Länder abgestimmt werden“, erläutert BfS-Sprecherin Anja Schulte-Lutz. „Je nach Art des Transports kann diese Abstimmung von einer rechtzeitigen Information des Transporteurs an die vom Transport berührten Innenministerien bis zu einer detaillierten Abstimmung von Transporttermin und Route zwischen Transporteur und vom Transport berührten Bundesländern reichen.“ Die Innenministerien könnten die Route und den Termin bei Bedarf ändern.

Das Bundesamt bestätigt ein länger andauerndes Hickhack um die Mox-Brennelemente. Immer wieder seien Transporte nach Grohnde abgesagt, Anträge ruhen gelassen oder zurückgezogen worden. Das BfS prüfe im Genehmigungsverfahren, ob alle gemäß Atomgesetz vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen eingehalten werden. Schulte-Lutz: „Sind diese Anforderungen erfüllt, hat der Antragsteller einen Rechtsanspruch auf eine Transportgenehmigung.“



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