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Traditionsreiche Fähre soll Zukunft haben

Hajen (gm). Börrys Ortsbürgermeister Andreas Lenk möchte unbedingt die Hajener Fähre erhalten – egal wie. Um der Tradition in dem Weserort eine Zukunft zu geben, hat er bereits erste Möglichkeiten ausgelotet. „Das Fährschiff, das seit mehreren Jahrzehnten in den Wintermonaten von der Familie Borchers betrieben wird, gehört zu Hajen wie das Hamelner Hochzeitshaus zur Osterstraße“, verdeutlicht der Ortsbürgermeister aus dem Ilsetal, der selbst ausgebildeter Binnenschiffer ist.

veröffentlicht am 05.01.2010 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

Hajener Fähre
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Hajen (gm). Börrys Ortsbürgermeister Andreas Lenk möchte unbedingt die Hajener Fähre erhalten – egal wie. Um der Tradition in dem Weserort eine Zukunft zu geben, hat er bereits erste Möglichkeiten ausgelotet. „Das Fährschiff, das seit mehreren Jahrzehnten in den Wintermonaten von der Familie Borchers betrieben wird, gehört zu Hajen wie das Hamelner Hochzeitshaus zur Osterstraße“, verdeutlicht der Ortsbürgermeister aus dem Ilsetal, der selbst ausgebildeter Binnenschiffer ist.
 Sowohl die Gemeinde Emmerthal als auch der Landkreis wollen ihre Aufwendungen für die Fähre möglichst einsparen. „Auch wenn Dirk Borchers hier in Hajen nicht mehr zwischen den beiden Ufern pendelt, sollten wir auf jeden Fall das Schiff als Personenbeförderungsfähre oder schwimmendes Denkmal erhalten“, macht Ortsbürgermeister Andreas Lenk die Bedeutung der seit über 620 Jahren bestehenden Tradition in dem Weserdorf deutlich.
 Und für dieses Vorhaben hat der pensionierte Berufssoldat bereits alle Hebel in Bewegung gesetzt. Gemeinsam mit dem Leiter des Emmerthaler Bauhofes, Hans-Erwin Lankenau, hat Lenk an das Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden geschrieben, um im Rahmen der Überlegungen über den Fortbestand der Hajener Gierseilfähre zwei Möglichkeiten überprüfen zu lassen, um sie zu erhalten.
 „Als favorisierte Möglichkeit ist angedacht, die Fähre lediglich noch als Personenbeförderungsschiff einzusetzen“ zitiert Lenk aus dem offiziellen Anfrageschreiben der Gemeinde Emmerthal. „Das ginge dann aber nur, wenn der Betrieb über einen Förderverein aufrechterhalten werden könnte“, erklärt Andreas Lenk. Und dafür würde er sich auch persönlich stark machen. „Für einen Personenbetrieb bis maximal acht Fahrgäste ist der Motorbootführerschein Binnen A ausreichend“, informiert der Ortsbürgermeister, der sogar selbst im Besitz dieser Fahrerlaubnis ist.
 Falls diese Idee aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden könnte, käme als Alternativlösung eine schwimmende Anlage (Technisches Museum) in Betracht. „Unsere Vorstellung geht dahin, dass das Schiff erhalten bleibt, aber der Fährbetrieb gänzlich ausgeschlossen wird“, erklärt Andreas Lenk. Dazu müssten die Gierseile des Fährprahms lediglich am Hochseil gesichert werden, um die Überfahrten zu verhindern. Für diesen Fall hat Lenk auch schon konkrete Vorstellungen. „Ein paar Tische und ein paar Stühle draufgestellt, und die Radler des viel befahrenen Weserradweges werden bestimmt im Sommer gerne eine Rast auf unserer Fähre einlegen“, ist sich der Ortsbürgermeister sicher.



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