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Übernachtungszahlen in Aerzen steigen

Touristikzentrum sieht Wanderer als Zielgruppe

Aerzen (cb). Von dem Anspruch einer Touristenregion liegt Aerzen zwar weit entfernt, doch als Kommune des Weserberglandes profitieren die Hotels und anderen Beherbergungsbetriebe der Gemeinde dennoch. Zumindest: Der Negativtrend seit 2008 ist gestoppt – das Touristikzentrum Westliches Weserbergland meldet für Aerzen Zuwächse im vergangenen Jahr. Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Zweckverbandes der vier Kommunen Rinteln, Hessisch Oldendorf, Auetal und Aerzen, sieht in der Region noch Wachstumspotenzial. Und dafür nimmt er besonders die Wanderer in den Blick, die er für Aerzen gewinnen will. Für ausbaufähig hält er besonders Angebote rund um den Hansaweg. Die 72 Kilometer lange Route zwischen Herford und Hameln, die durch Aerzen über den Lüningsberg führt, ist soeben vom Deutschen Wanderverband erstmalig als „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet worden. Ganz klar ein begehrtes Zertifikat, durch das die Hotellerie und Gastronomie vor Ort Vorteile haben können. Für Gräbner zumindest „ein wichtiges Produkt, mit dem man etwas entwickeln kann“.

veröffentlicht am 20.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

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Für 2011 meldet er bei den statistisch erfassten Betrieben mit mindestens neun Betten in Aerzen insgesamt 13 041 Gästeankünfte, was einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht; insgesamt gab es 23 529 Übernachtungen (plus 3,6 Prozent). „Das passt in den Trend des Weserberglandes überhaupt“, sagt der Geschäftsführer. Das Schlosshotel Münchhausen nimmt mit eigenen Zielgruppen eine Sonderstellung ein, die anderen Häuser profitieren relativ stark von Geschäftsreisenden. Der touristische Bereich sei aber noch zu steigern, glaubt Gräbner. Dabei geht er davon aus, dass die vom Januar 2011 gegründeten Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland entwickelten Möglichkeiten ihre Wirkung entfalteten. „Die Betriebe sind sehr gut aufgestellt“, bescheinigt er den Hotels und Restaurants in Aerzen, hinzu kommen noch einige Anbieter von Ferienwohnungen. Fast alle seien im Reisejournal (Auflage 17 000) vertreten, das auf knapp einhundert Seiten für die vier Kommunen wirbt. Damit sind sie auch auf der gemeinsamen Internetseite, seit vergangenem März online, die im Jahr 2011 mehr als 50 000 Besucher verzeichnete. Wer auf der Durchreise in Aerzen ist, erhält an einem interaktiven Informationsterminal alle wichtigen Daten. Direkt über eine Karte mit einer speziell entwickelten Navigation sind zentral und rund um die Uhr Unterkünfte, Entdeckertipps oder Freizeitangebote abrufbar.

Erste Pauschalangebote für den Bereich Aerzen sind bereits gelistet – auch für Wanderer. Diese gelte es auszubauen, um den Verkauf und Vertrieb zu verstärken. „Das ist ja der Bereich, der sich auf die Betriebe direkt auswirkt“, meint Gräbner. Deshalb seien sie selbst auch in der Verantwortung, die Angebote zu verbessern.

Ganz klar: Wohl kaum kommen Urlauber, um Aerzen als Ort zu besuchen. Dennoch kann die Gemeinde sich über Angebote zum Zielort entwickeln, wenn beispielsweise die umworbene Gruppe der Wanderer für die Region Teutoburger Wald und Weserbergland Touren sucht. Von daher gilt die zertifizierte Route Hansaweg nun als bedeutender Baustein für die weiteren Planungen. Als nächster Schritt gilt dabei für die touristische Infrastruktur ein Rundwanderweg am Lüningsberg, der als Leader-Projekt mit Fördermitteln ebenfalls höheren Ansprüchen genügen soll. „Die meisten Betriebe sind rund um den Lüningsberg angesiedelt“, begründet Bürgermeister Bernhard Wagner, dass die Route beispielsweise durch bessere Ausschilderung den Standards angepasst werden soll. „Es kommt nicht darauf an, ein 200-Kilometer-Wegenetz, sondern lieber kleinere Routen zu unterhalten“, sagt Gräbner – „dafür gepflegt und professionell“.

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Für den Bürgermeister zeigt zumindest die jüngste Entwicklung, dass die Gemeinde mit dem Beitritt zum Zweckverband den richtigen Weg im Tourismussektor beschritten hat. „Es freut mich, dass sich das stetig nach vorne entwickelt“, meint Wagner zu der Kooperation der vier Kommunen, durch die die heimischen Betriebe gestärkt würden. „Alleine könnten wir das nicht schaffen.“

Auch der jüngst ausgezeichnete Hansaweg zwischen Herford und Hameln führt durch Aerzen. Mit diesem Bild wirbt das Touristikzentrum für besondere Wanderangebote in der Region.



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