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Geschwindigkeit soll dauerhaft reduziert bleiben – auch wenn die Umleitung aufgehoben wird

Tempo 30: Groß Berkeler erhöhen Druck

GROSS BERKEL. Für die enge und unübersichtliche Ortsdurchfahrt entlang der Landesstraße in Groß Berkel soll dauerhaft Tempo 30 gelten. Die Kommunalpolitiker haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, an der reduzierten Geschwindigkeit festzuhalten, wenn die Bauarbeiten am Ohrberg abgeschlossen sind.

veröffentlicht am 13.09.2016 um 12:25 Uhr
aktualisiert am 16.11.2016 um 11:09 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Tempo-30-Regelung war im Juni eingeführt worden, um die Sicherheit im Ort zu verbessern, weil der Umleitungsverkehr über Groß Berkel führt.

Die Mitglieder des Ortsrates sind sich der Schwierigkeiten bewusst, die sich aus ihrer Forderung ergeben könnten. Immer wieder war in der Vergangenheit eine Geschwindigkeitsbegrenzung von den Behörden abgelehnt worden, weil eine Landesstraße eine überregionale Verkehrsbedeutung hat. Dennoch, so die Forderung der Politiker: Die Verwaltung solle entsprechende Gespräche mit den zuständigen Behörden führen.

Der Antrag geht zurück auf die SPD. Die sozialdemokratische Ortsbürgermeisterin Renate Oetzmann hatte ihn begründet. „Der Ortskern wird insgesamt lebenswerter, ruhiger und verkehrssicherer“, sagte sie mit Blick auf die Erfahrungen in den vergangenen Monaten. Beispielsweise verwies sie auf die erhöhte Sicherheit besonders mit Blick auf die Kinder, die dort die Grundschule besuchen, aber auch darauf, dass der Verkehrslärm sich deutlich abgeschwächt habe. Seit über 20 Jahren sei auf eine Geschwindigkeitsreduzierung gedrängt worden, wozu nun ein weiterer Anlauf unternommen werden sollte. „Die Eltern stehen hinter uns“, erinnerte sie an eine Unterschriftenaktion im Vorjahr, die von Vertretern der Schule und des Kindergartens initiiert worden war.

Friedel-Curt Redeker (CDU) steht zwar hinter der Forderung, wollte aber mit einer weiteren Option zu einer Zwischenlösung ermutigen. Zunächst solle als Zwischenlösung im Bereich von der Schule bis zum Kindergarten das reduzierte Tempo beibehalten werden. Das entspreche auch Möglichkeiten, die von der Verkehrsministerkonferenz als Ausnahmeregelung vorgegeben worden sei. „Sonst dauert es ewig“, rechnet Redeker andernfalls mit einem langwierigen Verfahren, bevor Tempo 30 eingeführt werden könnte. Als junge Kommunalpolitikerin sehe sie zwar die Forderung besonders im Bereich der Schule positiv, sagte Kim Catharina Gericke (CDU). Vor dem juristischen Hintergrund warnte die Rechtsanwältin aber vor überzogenen Erwartungen. Derzeit handele es sich um eine Ausnahmesituation durch die Bauarbeiten, die für die komplette Ortsdurchfahrt Tempo 30 ermöglicht hätte. Später gebe es nur für den Bereich der Schule Argumente. „Unmögliches zu wünschen halte ich für Zeitverschwendung“, sagte sie.

Der Ortsrat folgte den Argumenten, die Forderung in zwei Schritten zu erheben, ohne von der Maximalforderung abzurücken. Auch Bürgermeister Bernhard Wagner erinnerte an die Vorgaben, dass die Landesstraße überregionale Bedeutung mit bestimmten Anforderungen an den Verkehrsfluss erfüllen müsse. Dennoch, so Wagner, werde die Verwaltung entsprechende Gespräche mit den zuständigen Behörden führen.



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