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Corinna Menze möchte als jüngste amtierende Ortsbürgermeisterin Vernetzung der Dörfer verbessern

Teamplayerin mit vielen Plänen

AERZEN. Sie ist die jüngste amtierende Ortsbürgermeisterin im Flecken Aerzen: Corinna Menze ist 38 Jahre alt, wohnt in Dehmke und ist eine berufstätige, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren.

veröffentlicht am 28.04.2017 um 12:46 Uhr
aktualisiert am 28.04.2017 um 18:30 Uhr

Strebt eine bessere Vernetzung der Ortschaften an: Dehmkerbrocks neue Ortsbürgermeisterin Corinna Menze mit ihrer Tochter Ronja. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Die ausgebildete Mediengestalterin für Print und Digital hat Wirtschaftsinformatik studiert und arbeitet als Projektassistentin im Bereich Klimaschutz. Als Parteilose trat Corinna Menze anlässlich der Kommunalwahl im vergangenen Herbst für die SPD erstmals als Kandidatin für den Ortsrat der Ortschaft Dehmkerbrock an und bekam – vor allem für sie selbst völlig überraschend – die meisten Wählerstimmen und wurde Ortsbürgermeisterin.

„Ich mache Demokratie, wie ich sie verstehe“, sagt Corinna Menze und möchte ihr Amt keineswegs allein, sondern als Teamplayerin erfüllen. Die Mitglieder des Ortsrats Dehmkerbrock bilden ein buntes, tolles Team, das alle Dörfer innerhalb der Ortschaft repräsentiert, sagt die Ortsbürgermeisterin. Wer ein bisschen in der Dehmkerbrocker Chronik blättert, stößt dabei auf den Bürgermeister Heinrich Rekate, übrigens Corinna Menzes Urgroßvater, der bereits als 24-Jähriger 1924 das erste Amt in der Ortschaft übernahm. „Nicht die Partei, sondern die Persönlichkeit steht im Vordergrund“ – nach diesem Grundsatz erfüllte er sein Amt bis 1935 und so sieht es auch seine Urenkelin. In seine Amtszeit fiel unter anderem der Bau der Wasserversorgung 1930. Damit verfügte Dehmkerbrock als eine der ersten Gemeinden im Landkreis über eine solche, damals überaus fortschrittliche Einrichtung. Auch die neue Ortsbürgermeisterin hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Netz aufzubauen. Allerdings soll dadurch kein Wasser fließen. Durch eine bessere Vernetzung auf unterschiedlichsten Ebenen sollen Möglichkeiten geschaffen werden, damit die einzelnen Dörfer der Ortschaft weiter zusammenwachsen und sich austauschen und ergänzen. „Davon profitieren dann alle“, ist sich Corinna Menze sicher.

Die Jugendfeuerwehren, die sich über die Bergdörfer hinweg in zwei Kooperationen organisiert haben, sind ein gutes Beispiel für eine erfolgreich funktionierende Zusammenarbeit, so die Ansicht der Ortsbürgermeisterin. Eine bessere Vernetzung der Orte ist auch eine Möglichkeit, die Attraktivität des ländlichen Raums für junge Familien mit Kindern zu steigern, betont die junge Mutter. Eine weitere Aufgabe sieht sie in der Integration neuer Einwohner in die bestehenden Dorfgemeinschaften. Darüber hinaus möchte sie als Ansprechpartnerin für die Bevölkerung vor Ort präsent sein und bei Sorgen und Nöten als Vermittlerin zur Verwaltung dienen. Als erste erfolgreich abgeschlossene Maßnahme in ihrer noch jungen Amtszeit konnte Corinna Menze jetzt Kinder-Warn-Schilder anbringen lassen, die die Autofahrer an den Ortseingängen der Dörfer daran erinnern sollen, dass hier Kinder in Straßennähe leben und spielen. Ganz wichtig ist ihr auch, dass der Ortsrat weiterhin an der Realisierung des Radweges zwischen Herkendorf und Halvestorf mitwirkt, wie sie sagt.

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