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Vom „Global Player“ bis zum Existenzgründer – Emmerthaler Messe bietet ein breites Angebotsspektrum

Tausende Besucher erleben Vielfalt

Emmerthal. Volker Brodhage spricht Klartext. „Das ist ein deutlicher Schritt gegen die Amazonisierung. Wir wollen uns präsentieren und zeigen, was wir zu bieten haben.“ Der 54-jährige Vorsitzende der „Interessengemeinschaft Gewerbe Emmerthal“ (IGE) konnte bei der Eröffnung der zweitägigen Leistungsschau der Emmerthaler Wirtschaft neben der CDU-Landtagsabgeordneten Petra Joumaah auch zahlreiche andere politische Mandatsträger begrüßen.

veröffentlicht am 10.04.2016 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Bei denen fiel Brodhages Forderung nach „buy local“ auf offene Ohren, und auch was die auf Vereinsbasis arbeitende Interessengemeinschaft auf die Beine gestellt hatte, nötigte Respekt ab. Zum dritten Mal hat die IGE die Schau, die bereits fünfmal stattgefunden hat, organisiert. In zwei Sporthallen und der Emmerthaler „Kulturnhalle“ zeigten über 70 Aussteller an 79 Ständen ihre Produkte und Dienstleistungen. Knapp 10 000 Besucher – so lautet die Bilanz von Brodhage gestern Abend. Vorsichtig glaubte er, die frühere Zahl nicht ganz erreicht zu haben. Aber alle seien „absolut zufrieden“.

„Wir verstehen uns als Informations- und auch als Verkaufsmesse“, erklärt Irmgard Lohmann von IGE-Vorstand. Sie ist mit ihrem Steuerberatungsbüro auf der Leistungsschau vertreten. Die steuerlichen Reizthemen? „Vor allem die Kassenführung der Unternehmen etwa im Gastro-Bereich und im Einzelhandel nimmt die Finanzbehörde scharf ins Visier. Ein weiteres Thema ist die Unternehmensnachfolge und Fragen um die Vererbung von Betrieben“, erläutert Lohmann.

Fragen, die sich der 29-jährige Christopher Maas vermutlich noch nicht stellen wird. Er hat im vergangenen Jahr ein in Emmerthal ein Bestattungsunternehmen gegründet. „Ja, Start-up, eine Existenzgründung, wenn Sie so wollen“, lacht er. Der Jungunternehmer präsentiert auf der Messe einen farbenfrohen Sarg. „Grundsätzlich sprechen die Leute heute offener über den Tod, der Trend zu einer freieren Trauergestaltung ist unübersehbar“, stellt Maas fest.

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Vor allem Männersache: Motorsägen und Ähnliches.

Von Großunternehmen wie der VGH, der Lohmann-Firmengruppe als Global Player der Gemeinde, von Sparkassen und AOK bis hin zu mittelständischen und Kleinunternehmen ist bei der Messe alles vertreten.

Dass automatisierte Technik dabei auch Politiker wie den Bürgermeister Andreas Grossmann in den Bann schlagen kann, wird beim Rundgang bei der „Materialtrennmaschine“ der Ausbildungswerkstatt des Energieversorgers Eon deutlich. Die von Auszubildenden gebaute Anlage trennt kleine Plastik- und Metallwürfel. „Computergesteuert natürlich“, teilt Cornelius Schorlemmer mit. Der Neffe des bekannten Pastors ist Meister in der Ausbildungswerkstatt für Industriemechaniker und bildet zusammen mit dem für Industrieelektroniker zuständigen Guido Hermann den Nachwuchs aus.

Um körperliche Fitness geht es Jürgen Schultz. Der 58-jährige Besucher versucht sich an einem der Geräte der „Hand-in-Hand“-Physiotherapie aus Börry. „Nein, wir sind keine Mucki-Bude“, stellt dessen Besitzer klar, „sondern wir arbeiten auf der Grundlage von Physiotherapie.“ Messebesucher Jürgen Schultz legt sich mächtig ins Zeug. Immerhin hat er 110 Kilo zu reduzieren.

Ein Blickfang ist ein „Auto-Mower“, der seine Runden dreht. Ein automatischer Rasenmäher, den die seit 1962 in Emmerthal ansässige Firma von Stefan Brandau anbietet. Hier sind es vor allem Männer, die sich an den Stand drängen, der durch viele orangefarbige Kettensägen ins Auge fällt. Auch Messebesucher Ulrich Ziepke ist begeistert. „Mit Akku, genau so was brauche ich“, stellt der 64-Jährige fest.

Während draußen ein Alleinunterhalter sein Bestes gibt, geben Lasse, Katharina und Tessa von der Johann-Comenius-Schule an ihrem Info-Stand den Besuchern Orientierungshilfen. „Wo finde ich was? Alles selbst zusammengetragen und geschrieben“, sagt Lasse, und freut sich über das Lob von Messebesucher Frank Ruding. „Super habt ihr das gemacht, fast wie auf der Hannover-Messe.“

Viele Fotos und ein Video von der Großveranstaltung finden Sie unter: dewezet.de

Über 70 Aussteller beweisen Vielfalt. Rund 10 000 Besucher nutzen das Messeangebot.

Fotos: cb (2) eaw (4)

Eine Frage der Fitness: Die Gemeinde bietet viel im Bereich Gesundheit.



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