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Workshop: Vielseitiges Angebot in Emmerthal noch besser ausstatten / Gemeinde sieht auch Grenzen

Tagesstätten rüsten sich für neue Aufgaben

Emmerthal (gm). Unter dem Slogan „Kinder sind mehr wert“ erhofft sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen bessere Rahmenbedingungen für Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen. Bei einem Workshop in Emmerthal warben die DRK-Einrichtungen der Gemeinde Emmerthal für die Ziele dieser Kampagne, um den gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag angemessen umsetzen zu können.

veröffentlicht am 12.02.2009 um 18:24 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:41 Uhr

Erzieherin Barbara Knoke (l.) und Kita-Leiterin Birgit Kunze (r.
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Der Gemeinde Emmerthal, die vier Kindertagesstätten an sechs Standorten mit dem DRK als Träger finanziell unterstützt, ist die Problematik für die richtungweisende Zukunft der hier lebenden Kinder bewusst. „Bei einem Haushaltsdefizit von über 2,5 Millionen Euro müssen wir uns aber als verantwortungsvolle Verwaltung Gedanken machen, wie wir freiwillige Leistungen einsparen können“, verdeutlichte Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel, der ebenso wie Bürgermeister Andreas Grossmann und die sozialdemokratischen Ratsfrauen Ruth Leunig und Sabine Özbek an dem mehrstündigen Workshop teilnahmen.

„Wir können hier nicht die freiwilligen Leistungen erhöhen und verweigern gleichzeitig den Feuerwehren die Anschaffung von neuen Fahrzeugen“, argumentierte Günzel. Über den Rechtsanspruch für Jungen und Mädchen ab dem dritten Lebensjahr auf einen Kindergartenplatz hinaus überzeugen die Emmerthaler DRK-Kitas bereits seit vielen Jahren mit speziellen Betreuungsangeboten und flexiblen Sonderöffnungszeiten. „Von der Regelgruppe über die Hort- oder Integrationsgruppe bis hin zur Familiengruppe und sogar zu Ganztagsgruppen bieten wir alles an, um den Eltern und ihren Kindern in allen Lebenssituationen allerbeste Rahmenbedingungen zu ermöglichen“, sagte Kita-Leiterin Bettina Jürgens vom „Distelflecken“. „In unseren Einrichtungen gibt es neben einem Frühdienst, einem Spätdienst sowie unterschiedlichen Mittagsdienstzeiten mit vollwertigen gesunden Mahlzeiten auch noch zeitorientierte Vormittagsgruppen, Nachmittagsgruppen und sogar eine Zweidrittelbetreuung, die die pädagogische Angebotsbetreuung fast während des gesamten Tages abdecken“, ergänzte Birgit Kunze, die für die Einrichtungen in Grohnde und Hämelschenburg verantwortlich ist.

Langfristig ist dieses wirklich umfangreiche Angebot nicht mehr ausreichend, denn ab 2013 müssen außerdem ausreichend Plätze für unter Dreijährige vorgehalten werden. Die Leiterinnen der Emmerthaler Einrichtungen wünschen daher künftig bessere Rahmenbedingungen, wie sie bei einem Workshop zu den bevorstehenden Herausforderungen verdeutlichten.

Nicht nur eine

Sache des Geldes

Katharina Hennig, deren dreijähriger Sohn jetzt die Kita im „Distelflecken“ besucht, ist mit dem Preisleistungsangebot in Emmerthal mehr als zufrieden. „Aufgrund meines Studiums wurde unser Sohn vorher in einer anderen Gemeinde am Vormittag betreut, und da mussten wir für weniger Leistung deutlich mehr Geld bezahlen“, meinte die junge Mutter, die auch gerne bereit sei, für ein noch qualitativeres Angebot in Emmerthal auch ein paar Euro aus der eigenen Tasche mehr zu bezahlen. Die Erzieherinnen und pädagogischen Fachkräfte fordern nicht mehr Geld für noch bessere Leistungen, sie wünschen sich lediglich im Sinne der Kinder bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen im Internet: www.kinder-sind-mehr-wert.de



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