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„Folgen für ganze Region“ / SPD und Grüne wollen früh gegensteuern

Strukturwandel durch AKW-Aus

veröffentlicht am 01.09.2016 um 16:25 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:52 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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EMMERTHAL. Das Aus für das Kernkraftwerk Grohnde ist mit der geplanten Stilllegung Ende 2021 in Sicht – damit verliert die Gemeinde Emmerthal allerdings auch einen Steuerzahler und wichtigen Arbeitgeber. SPD und Grüne sprechen von einem „erheblichen wirtschaftlichen Strukturwandel, nicht nur in der Gemeinde Emmerthal, sondern in der gesamten Region“ – dem gelte es frühzeitig entgegenzusteuern. Die Ratsgruppe beantragt deshalb, dass eine Potenzialanalyse zur Gewerbeflächenentwicklung durchgeführt werden solle.

„Wir wollen mit unserem Antrag frühzeitig prüfen, was wir an Gewerbeflächen in Zukunft benötigen und wie wir sie am besten vermarkten können“, begründet Gruppensprecherin Ruth Leunig (SPD). „Wichtig ist uns dabei natürlich die Standortsicherung der heimischen Wirtschaft, die wir in diesem Prozess eng mit einbeziehen wollen.“

Auf Dauer würden durch das Kernkraftwerk gut 300 Arbeitsplätze verloren gehen, meint sie. So einen Strukturwandel habe es bereits in den 90er Jahren nach der Wende gegeben, als Firmen wie die Emmerthaler Brotfabrik, Emmerthaler Keksfabrik und die Zuckerrübenfabrik die Gemeinde verlassen hätten. „Diese Lücken sind wieder gefüllt worden, aber die Stilllegung des KKW betrifft die ganze Region“, meint Leunig.

Im Flächennutzungsplan der Gemeinde seien angrenzend an das Gewerbegebiet „Langes Feld“ noch etwa 20 Hektar Gewerbefläche ausgewiesen. Bevor die Gemeinde allerdings Finanzmittel in eine Entwicklung dieser Flächen investiere, sollte vorab durch eine Analyse geprüft werden, ob und wenn ja welcher Bedarf bestehe. Schließlich gebe es noch nicht endgültig vermarktete Gewerbeflächen in Hameln, Bad Münder und Coppenbrügge. In alle Überlegungen sei die heimische Wirtschaft eng einzubeziehen, auch durch eine Unternehmerbefragung, wie im Antrag erläutert wird. Ebenso sollte eine enge Zusammenarbeit mit der Weserbergland AG erfolgen.

2017 soll die Gemeinde laut Antrag Geld bereitstellen und frühzeitig EU-Fördergelder für die Analyse beantragen.



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